Novell testet Port-Nachfrage

Linux-Distributor fragt nach vermissten Windows-Programmen

Novell hat eine Umfrage gestartet, um herauszufinden welche Windows-Programme Linux-User am meisten vermissen. Neben der Nachfrage nach Ports will der US-amerikanische Linux-Distributor damit die Gründe für und gegen einen Wechsel zu Linux erforschen. „Als Resultat wollen wir die Verkäufer der am meisten nachgefragten Applikationen kontaktieren und über eine Portierung für Linux verhandeln“, sagt Scott Morris, der bei Novell für die Umfrage verantwortlich ist.

Die bisherigen Ergebnisse haben gezeigt, dass vor allem Finanzmanagement-Software wie beispielsweise Quicken, Quickbooks oder Turbotax häufig nachgefragt wird. Diese Angaben habe man erwarte, andere wiederum seien für Novell überraschend, so Morris. Man habe nicht damit gerechnet, dass Linux-User eine Portierung von Multimedia-Programmen wie Adobe Photoshop, Dreamweaver und Illustrater wünschen. „Wir fassen den Bedarf an Multimedia-Applikationen positiv auf, da es zeigt, dass wir die Nachfrage nach Basis-Software abdecken“, so Morris.

Novell will mit dieser Umfrage an Unternehmen herantreten, die bisher weinig unternommen haben um ihre Software Linux-kompatibel zu gestalten. „Wir sind sehr interessiert an den Bedürfnissen der Community und werden ihr, unterstützt durch die Ergebnisse, Gehör verschaffen“, verspricht Morris. Laut Novell ist noch nicht klar, wie lange die Umfrage online sein wird – möglich sei aber eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Teilnehmen kann man über die Community-Site CoolSolutions von Novell.

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3 Kommentare zu Novell testet Port-Nachfrage

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  • Am 30. Januar 2006 um 11:59 von Gustav Grewe

    Brett vor dem Novell Kopf?
    Wie vernagelt müssen die Manager von Novell sein, dass denen der Wunsch nach einer Nutzbarkeit von Photoshop unter Linux ungewöhnlich erscheint? Nur jemand, der von Photoshop und den mageren Alternativen keine Ahnung hat, kann von diesem Wunsch überrascht sein.

    • Am 30. Januar 2006 um 21:13 von Markus B.

      AW: Brett vor dem Novell Kopf?
      magere alternativen? gimp is schon ordentlich!

  • Am 30. Januar 2006 um 23:31 von Dipl. Ing. Wolfgang Schwencke

    Novell und Anwendungen -schon immer eine Schwäche
    Novell hat als erster perfekte und sichere Netzwerksoftware für File und Print publiziert. Dann kam der Versuch mit Perfect Office, MS die Stirn zu bieten. Das hatte die Übergabe der Produkte( Wordperfekt-Suite ) an Corel als Folge – Novell konnte das nicht stemmen, Corel auch nur fast; zumindest wurde die better than, you know, Datenbankentwicklungsumgebung Paradox aufgegeben.
    Jetzt ist Novell eine Netzwerk- und Betriebsystemcompany – und die Resourcen scheinen so zu sein, dass über die Nutzer und Anwendungen und vor allem deren Marktmacht tatsächlich relativ wenig Wissen an entscheidender Stelle präsent ist. Liegt auch daran, dass Novell schon immer mit Qualität überzeugen wollte und konnte und dabei ganz den User vergessen hatte, der schon gerne mal mitentwickeln muss. Inzwischen fängt MS an erwachsen und seriös zu werden… Oder anders, Novell selber hat noch vor einem Jahr propagiert, dass Linux dem MS-Desktop-Betriebsystem noch nicht das Wasser reichen kann. Das werden sie besser wissen. Aber jetzt wirds wirklich Zeit, Linux auch für populäre Anwendungen desktopbereit zu machen, ohne die Server zu vernachlässigen. Nichts gegen die Open-Source-Anwendungen – das ist wirklich ein sehr guter Weg – aber die "normalen" Windows-User möchten sich eben fürs erste wiederfinden – so wie heute weiter Verlage, Drucker und Kreative auf MAC OS schwören. Die Macht der Gewohnheit wurde durch Microsoft eindeutig ausgenutzt. So funktioniert eben Markt, oder bin ich jetzt blöd?
    Wolf Schwencke, Ingaut.de

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