HSDPA kann gegen DSL ins Rennen gehen

TK-Branche arbeitet mit Hochdruck an Turbo-UMTS

Der UMTS-Beschleuniger High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) ist nach Einschätzung von Branchenexperten startklar, um als Alternative zu DSL ins Rennen zu gehen. Den Startzeitpunkt für die kommerzielle Vermarktung haben bereits fast alle Netzbetreiber festgelegt. So wird T-Mobile das Datenfeuerwerk auf der CeBIT zünden. Vodafone und O2 planen einen Vermarktungsstart im Verlauf der nächsten sechs Monate.

Für Dirk Backofen, Leiter Business Marketing bei T-Mobile Deutschland, ist der Turbo für UMTS nicht nur für Unterhaltungsangebote interessant. „Unsere ersten Highspeed-Angebote richten sich primär an Businesskunden. Wir bauen damit unser ‚Office in your Pocket-Portfolio‘ konsequent aus. Geschäftsleute, die unterwegs fast so komfortabel und schnell wie in ihrem Büro etwa auf Outlook und webbasierte Intranetanwendungen zugreifen können, profitieren in besonderem Maße von der neuen Technik“, so Backofen.

Ericsson wertet HSPDA als ersten Schritt in der noch jungen Evolutionsgeschichte von UMTS. „Damit werden mobile Breitband-Übertragungsraten von theoretisch bis zu 14,4 MBit pro Sekunden im Downlink möglich. In der Praxis sind, je nach Empfangsbedingungen, in Zukunft 11 MBit pro Sekunde zu erwarten“, sagt Christoph Bach, Head of Customer Solutions & Sales Support Germany bei Ericsson. In diesem Jahr würden Datenkarten und Mobiltelefone mit 3,6 später dann mit 7,3 MBit pro Sekunde erhältlich sein. Seit Ende 2005 unterstütze Ericsson netzwerkseitig bereits 4,3 MBit pro Sekunde. Auf dieser Basis schaltete beispielsweise der amerikanische Mobilfunkbetreiber Cingular als weltweit erster Operator HSDPA in einigen Regionen live.

Themenseiten: Telekommunikation, UMTS

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