Jamba: Mit Kindersicherung gegen schlechten Ruf

Sperre für mobilen Content soll Eltern Kostenkontrolle ermöglichen

Jamba bietet künftig eine Kindersicherung für mobile Downloads an. Das laut eigenen Angaben „erste Kontrollinstrument für digitale Unterhaltungsagebote“ sperrt die Handys der Kids für Downloads von Jamba. Dadurch soll den Eltern eine Kontrollmöglichkeit über die Kosten der Kids geboten werden. Das Unternehmen will dadurch auch seine Verantwortung gegenüber potenziellen Nutzern wahrnehmen. Damit reagiert Jamba auch auf den nicht gerade guten Ruf, den der Klingeton-Anbieter bei Konsumentenschützern und so machen Eltern hat. Verbraucherschützer begrüßen die Maßnahme zwar grundsätzlich. Sie ändere aber nichts am eigentlichen Problem der wenig transparenten Angebote.

Die Kindersicherung kann online aktiviert werden, indem die zu sperrende Handynummer eingegeben wird. An diese wird dann per SMS ein Passwort verschickt, mit dem die Kindersicherung aktiviert wird. Die Jamba-Downloads können nur per Anruf bei der kostenpflichtigen Kundenhotline wieder frei gegeben werden. Die lieben Kleinen sitzen in Sachen Klingeltöne, Hintergrundbilder und dergleichen auf dem Trockenen.

Die Berliner Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) begrüßt zwar die Kindersicherung für Jamba-Downloads grundsätzlich. VZBV-Sprecher Christian Fronczak betont jedoch, dass es sich hier „um zwei Paar Schuhe“ handelt. Die Kindersicherung ändere nichts am Problem der „intransparenten Angebote“, so Fronczak.

Jamba ist wiederholt kritisiert worden, weil Kinder mit Klingeltönen und Handy-Spielen teilweise sehr hohe Handyrechnungen verursacht hatten. In Großbritannien hat die Regulierungsbehörde nun auch erstmals einen Anbieter zur Rückerstattung bezahlter Gebühren und einer Strafe von 40.000 Pfund verurteilt, berichtet die BBC. 338 Personen beschwerten sich bei der Behörde wegen versteckten Abos beim Kauf des Klingeltons „Crazy Frog“ von Jamba. Verurteilt wurde aber nicht Jamba, sondern der britische Anbieter Mblox.

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4 Kommentare zu Jamba: Mit Kindersicherung gegen schlechten Ruf

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  • Am 21. Dezember 2005 um 12:43 von Neutraler

    Verbieten
    Kann man diese Geldvernichtungsfirma nicht verbieten?
    Andererseits gilt die freie Marktwirtschaft, aber dieser Schwachsinn zerstört doch bei vielen Kindern die spätere Existenz von Grund auf.
    Das einzige, was Eltern jetzt tun können, ist den den Kindern keine Handys mehr zu finanzieren. Dann haben diese auch mehr Geld in der Tasche.

    • Am 21. Dezember 2005 um 14:04 von Michael

      AW: Verbieten
      Das Problem liegt doch klar auf der Hand. Zum einen sind die Angebote doch sehr verlockend, vorallem für kleinere unter uns, zum anderen sind viele mittlerweile auf das Handy angewiesen. Telefonzellen mit Münzeinwurf sind fast ausgestorben und ohne Handykarte geht nichts mehr. Wie soll dann ein Sohn seine Mutter anrufen das er heute früher Schule aus hatte und sie ihn abholen soll?

      Außerdem sind fast alle Provider richtige Schweine. Man nehme nur mal O2 her. So bot sich vor einiger Zeit diese Handyflatrate (dürfte es noch immer geben). Diese war jedoch nur für die Homezone gültig. Leider hatte ich auch immer persönlich schlechten Empfang und mein Handy wechselte automatisch auf T-Mobile wo es keine Homezone gibt, somit war das Problem schon da. Ich dachte ich wäre in der Homezone, weil es dran stand aber bei Anruf war die Verbindung zu schwach und wärten ich die Verbindung aufbaute wechselte das Handy das Mobilfunktnetz und mir entstanden dadurch kosten. Dachte, weil ich eine Flatrate hatte, das ich schön lange und ausgiebig telefonieren kann und da kam sie, die Rechnung. Sage und schreibe 473€ und das als 19 jähriger Schüler. Vorher hatte ich immer eine Rechnung von maximal 80€, jedoch telefonierte ich mehr und bei diesem Flatrate Tarif von O2 kostet es in anderen Betreibernetzen auch mal wieder mehr.

      Kann es natürlich nicht zahlen, Eltern können auch nicht, O2 sperrt erstmal die Karte und ich bekomme einen Schufer Eintrag.
      Des weiteren kann ich mich erinnern das mal ein Telefongespräch von O2 zu T-Mobile 69 Pfennig gekostet hat. Jetzt sind es Cent also sprich das doppelte.
      Es kann doch nicht wirklich sein das ich runde 1,40DM für eine Minuten telefonieren bezahle.
      Die verarschen uns wo sie können.
      Willkommen in Deutschland …

  • Am 21. Dezember 2005 um 16:21 von Jens

    Jamba:Mit Kindersicherung gegen schlechten Ruf
    Ich finde das die Musiksender im TV eine Strafe aufgebunden bekommen sollten.Schauen sie sich doch einfach mal für 1 Stunde Viva oder MTV an.Dort werden in 10 Minutentakt immer wieder diese Werbespots von Jamba und Konsorten gespielt.Das ist echt schon wie Gehirnwäsche!!Da frage ich als Vater von einem 12 jährigen Sohn, der auch schon ein Handy hat, wo soll das hinführen?! Die Kids hören nunmal gerne Musik, und da kann es doch nicht sein das ein Musik-TV Sender über solche Unternehmen finanziert wird.Ich bin nur heil froh, das mein Sohn sich noch mit einem älteren Handy zufrieden gibt, wo keine Bilder mit MMS verschickt werden können.Ebenfalls hat dieses Gerät auch keine Polyphone Klingeltöne.
    Das wäre vielleicht eine Maßnahme für andere Eltern!Fotohandy wegnehmen und eine Prepaid Karte besorgen statt einen Vertrag.Es gibt mittlerweile Anbieter wie z.B. Symio, wo man sehr günstig telefonieren kann und auch nur SMS verschiken.Keine MMS!! Das finde ich, ist eine echt gute Alternative!!!

  • Am 22. Dezember 2005 um 9:00 von cocktailmixer

    Warum müssen Kinder überhaupt Handies haben ?
    Ich frage mich ernsthaft, warum schon Kindergarten- oder Grundschulkinder Handies haben müssen ? Ich höre immer nur den Grund, daß Eltern dann angeblich wissen, wo Ihre Kinder sind … Komisch hat das früher auch ohne Handies geklappt (denn da, wo die Kinder sind, sind ja häufig auch Festnetzanschlüsse!)

    Ich denke, daß Eltern Ihren kleinen Konsum-Monstern einfach nur Einhalt gebieten müssen ! Aber es ist natürlich einfacher dem Trend nachzugeben, als dem Kind zu erklären, daß es kein Handy braucht.

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