Google Earth: Freeware ermöglicht Echtzeit-Überwachung

"GPSoverIP" stellt Bewegungen von Personen und Objekten detailgetreu nach

Datenschützer haben einen Grund mehr, mit Google auf Kriegsfuß zu stehen: Mit „GPSoverIP“ steht ab sofort eine kostenlose Software zum Download, mit der sich Fahrzeuge oder Personen sekundengenau in Echtzeit verfolgen lassen können. Im ZDNet-Schnelltest konnte das Tool überzeugen.

Die Freeware fungiert als Erweiterung für das kostenlose Tool „Google Earth„, mit dem sich dreidimensionale Ansichten der Erde darstellen lassen. In der zum Download stehenden Version von „GPSoverIP“ sind ein gutes Dutzend von GPS-Fahrzeugen voreingestellt – in erster Linie die bei Kindern beliebten „Coca-Cola Weihnachtstrucks“.

Durch Klick auf eines der Fahrzeuge kann in der Zeitleiste am unteren Ende die letzte „Aktion“, also die letzte Bewegung dieses Fahrzeugs aufgespürt werden. Diese lässt sich dann in Echtzeit abspielen. Wenn das Fahrzeug beispielsweise an einer Kreuzung abbiegt, ändert sich auch die Perspektive des Betrachters. Die Freeware bietet nicht nur ein Tracking von vergangenen Bewegungen in Echtzeit, sondern auch die zeitgleiche Überwachung einzelner Objekte – somit können Fahrten oder Bewegungen synchron im Internet mit verfolgt werden.

Für die Nutzung muss im Fahrzeug eine Sende-Einheit, das sogenannte „GPSAuge“ installiert sein – diese schlägt mit rund 200 Euro zu Buche. Die Nutzung kostet je Einheit und Monat knapp 40 Euro.

Korrekt beenden ließ sich die Anwendung im Testumfeld allerdings nur, wenn zuvor Googel-Earth geschlossen wurde – ansonsten wartet die Freeware mit einer hässlichen Fehlermeldung auf.

Das Tool arbeitet laut dem Hersteller „im Gegensatz zur herkömmlichen GPS-Übertragung mit einem neuartigen Protokoll und erreicht dadurch das konkurrenzlose Intervall von einer Sekunde bei gleichzeitig geringem Datenaufkommen“. Spannend wird die Anwendung vor allem dann, wenn auch für deutsche Gebiete hochauflösende Bilder vorliegen.




Big Brother aus dem Weltall: Freeware bietet GPS-Tracking von Fahrzeugen und Personen (Screenshot: ZDNet)

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11 Kommentare zu Google Earth: Freeware ermöglicht Echtzeit-Überwachung

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  • Am 10. Dezember 2005 um 3:32 von Kisho Shin

    Note 1+ für Google und freie Software
    Mittlerweile überzeugt Google immer mehr mit freier Software. Erst der Suchdienst, wo durch sie ja berühmt wurden, dann GMAIL, Google Earth und jetzt das. Ich kann Google mehr als nur loben und verwende Google Dienste/Programme gerne.
    Ich warte nur noch auf das erste OS von Google *G*

    • Am 12. Dezember 2005 um 8:25 von None

      AW: Note 1+ für Google und freie Software
      Moin,

      ich denke es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis Google für diese Dienste Geld nehmen wird. Die wollen ihren Kindern auch ein Eis kaufen …

    • Am 12. Dezember 2005 um 9:32 von Robert Wellmann

      AW: AW: Note 1+ für Google und freie Software
      :)

      Ist doch immer derselbe Trick. Würde Google gleich mit kostenpflichtigen Tools kommen, würde es keiner kaufen ("die sind ja so geilgeil wie MS"). Also bringt man es erst als Freeware raus und nimmt, sobald es verbreitet und akzeptiert ist, plötzlich Geld dafür. Hat schon immer funktioniert und so wird es auch funktionieren. Ist nur interessant zu sehen, dass das eben kaum jemand sieht bzw. mal überlegt, wieso Google Programmierer (die Geld kosten!) hinsetzt, nur um deren Arbeit anschließend zu verschenken.

      Allerdings finde ich Google irgendwie cool. Die haben neue, frische Ideen und treten gegen Microsoft an. So war Microsoft seinerzeit auch, allerdings sind sie dank der Größe träge geworden; auch Google wird ruhiger werden, warten wir die Zeit ab. Nur muß sich Google etwas einfallen lassen, denn auf Dauer werden die Einnahmen von google.de zurückgehen; nichts ist von Dauer.

    • Am 13. Dezember 2005 um 10:19 von Gerd

      AW: AW: Note 1+ für Google und freie Software
      Muß nicht heißen, dass das Tool nicht Freeware bleibt. Google könnte auch Geld von Firmen für Werbung nehmen, so wie bei der Suchmaschine!

    • Am 20. Dezember 2005 um 2:31 von Th. Klein

      AW: Note 1+ für Google und freie Software
      Achtung: Der Begriff "Freie Software" ist anders definiert!
      Freie Software gibt dem Benutzer Freiheit – Freiheit, mit der Software zu tun, was man will… also auch den Quelltext lesen, die Software verstehen, ändern, anpassen, weitergeben usw.

      Das ist bei Google-Software nicht der Fall. Deshalb handelt es sich zwar um "kostenlose Software", aber nicht um "Freie Software".

      Und nein, das ist keine Erbsenzählerei, denn wie sollte man sonst echte Freie Software von kostenloser (aber trotzdem unfreier) Software begrifflich unterscheiden?

    • Am 2. Januar 2006 um 14:47 von Diddy Cancer

      AW: AW: AW: Note 1+ für Google und freie Software
      Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, nur weil wir die Dienste kostenlos nutzen können, verdienen die kein Geld. Es ist doch wirklich naiv zu glauben, dass es die "nutzer-relevante" Werbung bei Gmail nur deswegen gibt, damit wir uns über weniger Spam freuen können. Was glaubt ihr eigentlich wieviel Geld den Firmen die Einsicht in die Statistiken von Google (Wer sucht nach meinem Produkt? Wo und wann? Was will er wissen?) wert sind? Marktforschung ist teuer und nirgendwo gibts das günstiger als bei Google. Hinzu kommt noch das ganze AdClick/Words usw Gedöns, dass dank ausführlicher Nutzerdaten-Statistiken genauer sein kann als jede Fernseh- oder Plakatwerbung zusammen.

      Ich finde, Google machts halt einfach nur richtig. Niemand fühlt sich ausspioniert oder ans Bein gepinkelt und der Erfolg gibt ihnen Recht.
      Ich mein, warum sollte Irgendjemand denen Geld geben, und das tun sie (->Börse), wenn Google nur Software (die doch ganz klar Promo und PR Maßnahmen sind) zu verschenken hat?

      just meine 2 Eurocent.

    • Am 9. Januar 2006 um 18:53 von geilp

      AW: AW: AW: Note 1+ für Google und freie Software
      stimme dir teilweise zu.

      ich glaube auch dass es nur eine frage der zeit ist,bis
      die unternehmensstruktur an
      dichte gewinnt und dann evtl
      kostenpflichtig wird. die erfahrung
      der entwickler und die imemr weiter reifende technologie/-n könnten
      mich als potentiellen kunden jedoch aquirieren.

      denn mit steigender popularität und progessiv wachsender masse von inhalten,
      wird es auch schwieriger diese masse zu durchsichten. und da sich erfahrung bekanntlich auszahlt…

  • Am 4. Januar 2006 um 10:44 von www.marbella2000.de

    Geplänkel naiver deutscher Pisa-Kinder ?
    Das ein neues Produkt mit Gratis Aktionen beworben wird ist normal. –
    Das gilt für Google Earth (ohne Pro) ebenso wie für das GPS Auge. Deutschland ist überhaupt kein Markt mehr, die Eliten ziehen dort weg, Ausländer & Sozialhilfeempfänger übernehmen den Standort und träumen von der Vergangenheit als Genscher noch mit dem dicken Scheckbuch um die Welt reiste.

    • Am 4. Januar 2006 um 12:35 von Einstein

      AW: Geplänkel naiver deutscher Pisa-Kinder ?
      Dummschwätzer

  • Am 15. März 2006 um 1:54 von oskar

    seid ihr alle daemlich?
    natuerlich wirds kosten, "google Pro" steht schcon als BETA im eck, in kleinerer version hupft uns das die firma WEB.DE zur zeit vor, bis hin zur eigenen hausbank, na wir werden noch schoen schaun, wir muessen uns noch sehr warm anziehen, George ORWELLs 1984 (ein buch) ist demnaechst vielleicht eine erstrebenswerte welt, immer mehr arme, die man ueberwachen muss, koennten ja auf einmal rebellieren, steine schmeissen, debatte laeuft doch schon, ob bundeswehr nicht auch im inland sog. assistenzdiesnte (polizeidienst) machen soll, jede wette, das kommt, tja, und genauso, wie der kommunismus gescheitert ist, wird der kapitalismus scheitern muessen, das ist glasklar, und das innerhalb der naechsten 25 Jahre! nicht nur nord/sued, sondern jetzt auch noch, ozonlöchrig, islam und christentum, afrika verhungert, die amis bekommen dafuer aber ne tankfuellung um 25$ usw
    spannende zeiten. weniger google waer mir lieber, weniger mobiles auch, bald werden wir bei der geburt ge-chipt werden, alle daten dann leicht lesbar.

    Biometrische daten, alle paesse werden damit ab mitte des jahres zumindest hier in österreich (wir sind da oberschueler) ausgestattet, der gag dabei: man darf auf keinen fall lachen am passfoto (wenig genug gibts zu lachen…, ist kein witz), und das wird von vielen bejubelt? aber das immer mehr kontroll-organe um die haeuser ziehen, ist mir aufgefallen, sei es gegen schwarzseher, sei es falsche muelltrennung, frueher hat sich kein schwein um die steuermarke meines hundes gekuemmert und jetzt? dauernd haengt ne gestalt am halsbandl vom rolf, und ist nicht die steuermarke, dann halt die tollwut, oder der beisskorb oder warum er den postmann zerfleischt hat, lauter so nichtigkeiten… und alle wollen zumindest mal 24 euro

    leider ist die jugend zur zeit bloed wie ein stueck brot, totsaufen umd ballermann, na, die eltern werdens schon richten, die jetzt noch ein bisserl pension haben, verglichen zu 1euro-jobbern natuerlich viel, dann auf 1x kind da und schon geht das leben in ne eigenartige richtung.

    zwanzig jahre sind ca 7000 tage, nicht viel. der, der am lautesten schreit, meint recht zu haben, auch wenns thema noch so bloed ist. der weg zum totalen ueberwachungsstaat ist vorgezeichnet.

    ja nicht auf dubiosen seiten surfen, google speziell hat auch in china nachgegeben, war nur ein trick, dass 2 tage-NEIN, und von yahoo ist bekannt, dass die einen chinesischen schriftsteller, der eine systemkritische email in den westen geschickt hat, bei der regierung vernadert hat – und dies, ohne ueberhaupt gefragt worden zu sein, resultat: 25 jahre arbeitslager fuer ne mail in der art: hier ists schei.sse, womit wir wieder am anfang waeren: hier im thread sind ein paar leutchen zu blauaeugig (fuer bloedis: zu naiv, dumm), gelle, du typ 1 oder so (shin shan, ping pong?) also, nicht immer, wenns blitzt, ists eine kamera, aber immer öfter… oskar, dzt wien

  • Am 4. September 2006 um 14:26 von Frank Maier

    Gibts auch für Navi-PDAs
    hier: http://www.magnalox.net

    Der PDA übermittelt dann via Bluetooth und GPRS die Positionen zum Server.

    Mittlerweile gibt es auch GPS+PDA+Handy in einem Gerät, sodaß es noch kompakter geht.

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