Linux auf dem Desktop: ODSL beklagt Mangel an Anwendungen

Die Entwickler rund um Linus Torvalds bezeichnen fehlende Open-Source-Applikationen als Haupthindernis für den Linux-Desktop. Anstelle eigens entwickelter Programme schlägt Open-Xchange jedoch die Einbindung bestehender Anwendungen vor.

Die Open Source Development Labs (OSDL) haben die Ergebnisse ihres „Desktop Linux Client Survey 2005“ vorgestellt. Die Mannen um Linus Torvalds stellen darin fest, dass der Mangel an leistungsfähigen E-Mail-Applikationen eine weitere Verbreitung von Linux auf dem Desktop verhindert. Auch das Fehlen von Anwendungen insgesamt wird bemängelt. Mehr als 3300 Anwender haben im Oktober an der Befragung teilgenommen.

Wie Sam Greenblatt, Mitglied des Boards der OSDL und Vertrauter von Torvalds gerade erst im Interview mit ZDNet erklärte, ist Linux auf dem Desktop – noch dazu für Endkunden – nicht gerade das oberste Ziel der Linux-Macher. Dennoch muss man sich über den Client als Träger des Open-Source-Betriebssystems Gedanken machen. Daher die Studie. Ihr Fazit: Linux sei auf dem Desktop noch keine vollwertige Alternative, da es gerade bei der für die meisten Nutzer wichtigsten Anwendung Defizite gibt.

Die Studie stellt auch einen Aufruf an die Softwarehersteller dar, auf diesem Gebiet zu handeln. Denn neben dem Groupware-Client Novell Evolution, der neben der Verwaltung von E-Mails, Terminen, Kontakten und Aufgaben auch Exchange-Support bietet, gibt es wenig Alternativen.

Neben der Software-Verfügbarkeit wurden auch die schlechte Unterstützung von Peripherie und mangelnde Kenntnisse der Anwender als Gründe genannt, auf den Roll-out von Linux zu verzichten. Der Schulungsaspekt würde einigen Usern zufolge aber etwas in den Hintergrund treten, wenn bekannte Applikationen wie Photoshop und Office für das Open-Source-System verfügbar wären.

Themenseiten: IT-Business, Linux, Open Source, Strategien

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