Trojaner nutzt seit Mai bekannte Internet-Explorer-Lücke aus

Vor sechs Monaten identifizierte, nicht gepatchte Schwachstelle wird plötzlich gefährlich

In einer aktuellen Sicherheitsmeldung warnt Microsoft vor einem neuen Trojaner, der zu seiner Verbreitung eine seit sechs Monaten bekannte und bislang nicht gestopfte Sicherheitslücke im Internet Explorer nutzt. Der TrojanDownloader:Win32/Delf.DH getaufte Schädling befällt Windows 98, ME, 2000 und XP und nutzt die im Microsoft Security Advisory 911302 beschriebene Anfälligkeit, um sich zu installieren. Dazu genügt es, dass der Anwender eine mit schädlichen Inhalten präparierte Webseite mit dem Internet Explorer aufruft. Hat sich Delf.DH einmal im System eingenistet, lädt er einen weiteren Trojaner nach und installiert diesen.

Die Schwachstelle im IE, die den Angriff ermöglicht, ist seit Mai dieses Jahres bekannt. Seitdem wurde angenommen, dass sich die Lücke lediglich zur Ausführung eines Denial-of-Service-Angriffs eigne. Vor einigen Tagen jedoch schlugen Sicherheitsexperten Alarm, als sie den neuen und durchaus gefährlicheren Angriffsvektor entdeckten. Dieser öffnet Angreifern gänzlich ohne Zutun des Anwenders Tür und Tor zum System.

Mit Verspätung arbeitet nun Microsoft an einem Patch, der die Sicherheitslücke schließen soll. Bis dieser erscheint, können sich Anwender schützen, indem sie einen anderen Browser als den Internet Explorer benutzen. Alternativ können sie Active Scripting im IE deaktivieren oder zumindest die Ausführung von Scripts per Eingabeaufforderung bestätigen lassen. Die entsprechenden Optionen sind im IE unter Extras – Internetoptionen – Sicherheit – Internet – Stufe anpassen – Scripting – Active Scripting zu finden.

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