Blu-ray-Disk: Sorgen um Herstellungskosten

Völlig neue Produktionsanlagen sind notwendig

Nachdem die Blu-ray-Disk im Kampf um die Nachfolge der DVD allem Anschein nach die Nase vorne hat, rücken für Filmstudios und Speichermedienproduzenten die Herstellungskosten der neuen Silberscheiben in den Mittelpunkt. Denn im Gegensatz zur gegnerischen HD-DVD wird für die Produktion von Blu-ray-Disks ein völlig neues Herstellungsverfahren benötigt. Die genauen Kosten sind noch unklar.

Ein Mitarbeiter eines Herstellers von Speichermedien berichtet, dass die ersten Tests die Nachteile der Blu-ray-Disk deutlich gemacht hätten. Bei einem ähnlichen Aufbau konnte die HD-DVD-Herstellungsanlage in derselben Zeit doppelt so viele Scheiben produzieren. Zudem seien die Kosten für das Equipment zur Herstellung der Blu-ray-Disk deutlich höher.

Adrian Alperovich von Sony Pictures will von deutlichen Mehrkosten jedoch nichts wissen. „Wenn es eine Kostendifferenz gibt, muss diese erste noch ermittelt werden.“ Diese sei höchstens „minimal“, so der Manager.

Aber auch ein Mitarbeiter eines anderen Speichermedienherstellers schätzt die Herstellungskosten deutlich höher ein. Die Aussagen der Blu-ray-Unterstützer würden bei den Content-Anbietern falsche Erwartungen wecken.

Doch erst im nächsten Jahr, wenn beide Formate auf den Markt sind, kann die Situation wirklich bewertet werden. Sony-Manager Alperovich verweist zudem auf die Möglichkeiten der neuen Disk. Hatte man alleine auf Basis der Kosten entschieden, wäre auch die DVD nicht auf den Markt gekommen.

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