VDSL: Breko will mit Telekom verhandeln

Bonner Konzern strebt regulierungsfreie Zone an

In einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom hat der Bundesverband der alternativen Netzbetreiber (Breko) den Bonner Konzern heute zu Gesprächen über den Zugang zum geplanten Glasfasernetz aufgefordert. Ziel der Gespräche soll es sein, Markterschließungsszenarien für neue VDSL-Produkte mit Bandbreiten von 50 MBit/s zu erarbeiten.

„Eine Freistellung von der Regulierung für die neue Technik mag auf den ersten Blick für die Telekom vorteilhaft sein. Viel vorteilhafter wäre es für den Marktführer jedoch, gemeinsam mit den Infrastrukturwettbewerbern den Boden für VDSL zu bereiten und die Kundenakzeptanz für die neuen Produkte zu schaffen“, meinte Breko-Präsident Peer Knauer. „So könnte die Telekom von einem wesentlich größeren Kuchen profitieren.“

Die Telekom will drei Milliarden Euro investieren, um in 50 Städten Internet-Zugänge mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s anbieten zu können. Der Bonner Konzern versucht, den Regulierer von dieser neuen Technik fernzuhalten. Dies soll im Koalitionsvertrag der neuen Regierung festgeschrieben werden.

Nach Ansicht des Verbandes komme der vom Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, aufgezeigte Vorschlag, innerhalb des bestehenden Regulierungsrahmens Lösungen zu entwickeln, der Telekom wesentlich stärker entgegen als eine gesetzliche Schonfrist. Knauer appelliert an die Verhandlungsführer und Spitzenpolitiker der großen Koalition, von Sonderregelungen zugunsten der Deutschen Telekom abzusehen.

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