Microsoft reagiert auf Google und Co: Gates stellt gehostetes Windows vor

Am Tag der Toten verspricht Bill Gates in San Francisco neues Leben. Doch die angegriffenen Konkurrenten höhnen: Microsoft sei nicht "live" sondern "dead".

Microsofts Mitbegründer und graue Eminenz Bill Gates ist wieder einmal ins Rampenlicht getreten, um nichts weniger als eine Revolution zu verkünden. Künftig will der weltgrößte Softwarekonzern seine Programme auch online anbieten. In San Francisco präsentierte Gates zunächst „Windows Live“ und „Office Live“.

Allerdings ist Windows Live nicht etwa ein Internet-basiertes Betriebssystem, sondern lediglich eine Ansammlung von Diensten, die bislang unter dem Dach von MSN zu finden waren. Auf der Website Live.com sind derzeit ein RSS-Agreggator und der E-Mail-Dienst Windows Live Mail zu finden. Im Dezember soll auch der Windows Live Messenger zur Verfügung stehen. Dieser löst den MSN Messenger ab. Windows Live arbeitet völlig unabhängig vom Desktop-Betriebssystem.

Die Internet-Dienste basieren auf der Programmier-Technologie AJAX. Mögliche Interaktionen wie Drag and Drop erinnern daher stark an Desktop-Anwendungen. Unter dem Dach von MSN sollen künftig vornehmlich Content-Angebote wie MSNBC zu finden sein.

Bei Office Online, das erst Anfang 2006 als Beta zur Verfügung stehen soll, handelt es sich um eine Ansammlung internetbasierter Zusatzdienste. Kleine Unternehmen sollen damit beispielsweise eine Internet-Präsenz einrichten können. Ein als Mojo bezeichnetes Tool das gemeinsame bearbeiten von Dateien ermöglichen.

Beide Angebote finanzieren sich aus Abo-Gebühren oder durch Werbung. Die Ankündigungen sollen den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Online-Services bilden. Einzelheiten wurden aber nicht bekannt. Gartner-Analyst David Smith bezeichnete die Ankündigung als Skizzenhaft. Es sei aber die Richtung, in die Microsoft gehen müsse.

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