Microsoft präsentiert Windows Live und Office Live

Neue Internet-Strategie bislang eher skizzenhaft

Microsoft hat am Dienstag in San Francisco mit „Windows Live“ und „Office Live“ eine Reihe neuer Internet-Dienste präsentiert. Zwar gab sich Unternehmensgründer Bill Gates alle Mühe, die Ankündigungen revolutionär aussehen zu lassen, weltbewegendes war aber nicht dabei.

So ist Windows Live nicht etwa ein Internet-basiertes Betriebssystem, sondern lediglich eine Ansammlung von Diensten, die bislang unter dem Dach von MSN zu finden waren. Auf der Website Live.com sind derzeit ein RSS-Agreggator und der E-Mail-Dienst Windows Live Mail zu finden. Im Dezember soll auch der Windows Live Messenger zur Verfügung stehen. Dieser löst den MSN Messenger ab. Windows Live arbeitet völlig unabhängig vom Desktop-Betriebssystem.

Die Internet-Dienste basieren auf der Programmier-Technologie AJAX. Mögliche Interaktionen wie Drag and Drop erinnern daher stark an Desktop-Anwendungen. Unter dem Dach von MSN sollen künftig vornehmlich Content-Angebote wie MSNBC zu finden sein.

Bei Office Online, das erst Anfang 2006 als Beta zur Verfügung stehen soll, handelt es sich um eine Ansammlung internetbasierter Zusatzdienste. Kleine Unternehmen sollen damit beispielsweise eine Internet-Präsenz einrichten können. Ein als Mojo bezeichnetes Tool das gemeinsame bearbeiten von Dateien ermöglichen.

Beide Angebote finanzieren sich aus Abo-Gebühren oder durch Werbung. Die Ankündigungen sollen den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Online-Services bilden. Einzelheiten wurden aber nicht bekannt. Gartner-Analyst David Smith bezeichnete die Ankündigung als Skizzenhaft. Es sei aber die Richtung, in die Microsoft gehen müsse.

ZDNet stellt einen Video-Mitschnitt der Ankündigung zur Verfügung.

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2 Kommentare zu Microsoft präsentiert Windows Live und Office Live

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  • Am 2. November 2005 um 20:07 von jogi54

    msn messenger und hotmail
    wenn der übergang von msn / hotmail nicht wie ein update des messis und ohne irgendwelche komplikationen vor sich geht, dürfte das ein schuss in den ofen werden – und viele zur konkurenz abwandern – so gut ist msn nun nicht – da gibt es durchaus gleichwertiges wenn nicht besseres im net…

  • Am 3. November 2005 um 9:34 von o-brian

    Wer MSN und Hotmail nutzt ist selbst schuld
    Ich bin der Meinung dass man MSN und Hotmail boykottieren sollte.

    erstens werden an das MSN Netzwerk und auch bei Hotmail persönliche Daten weitergereicht, gespeichert, und weiterverarbeitet.

    zweitens die ganzen Sicherherheitslecks bei MSN; Messenger und anderen MS-Diensten.

    Wer mal die "AGBs" von Hotmail gelesen hat wird sich wundern mit was man sich da einverstanden erklärt. In den USA gibt es keinen Datenschutz wie in Deutschland. MS sagt "dein Ar… gehört mir" Es dürfen E-mails gespeicehrt, weitergeleitet, weiterverarbeitet und zu "internen Zwecken" gespeicehrt werden. was immer damit auch gemint sei.
    Dies steht jedenfalls in den Amerikanischen AGBs. Inzwischen hat man diese für den Bereich der EU geändert, aber ich traue dem Frieden nicht…

    Grützi O-Brian

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