IBM füllt Pervasive Computing mit Leben

Durch die totale Vernetzung könnten beispielsweise Auto-Versicherer je nach Gefährlichkeit der Strecke und Wetterlage unterschiedliche Gebühren verlangen. Aber wollen wir das überhaupt?

Seit einigen Monaten rührt IBM unentwegt die Werbetrommel für seine Vision vom so genannten „Pervasive Computing„. Sie berührt sämtliche Grundlagen des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenlebens und ihre Auswirkungen der allumfassenden, sich selbst organisierenden Vernetzung von intelligenten Objekten und IT-Systemen sind grundlegend. Nach München haben sich nun auch im Züricher „Swiss Re Centre for Global Dialogue“ Wissenschaftler und Manager zusammengefunden, um auf der Tagung „The Future of Business and Society in an intelligent World“ Szenarien und Handlungsoptionen zu diskutierten

Folgende Grundlegenden Fragen lagen der Diskussion zugrunde: Warum bestimmt der Hubraum des Motors die Höhe der Autoversicherung – und nicht das individuelle Fahrverhalten oder die aktuelle Wetter- oder Verkehrslage? Warum werden die Preise in einem Supermarkt nicht ähnlich ermittelt wie an einer Finanzbörse? Warum kann ein Verkehrsbetrieb nicht gestaffelte Rabatte anbieten, je nachdem wie oft der Bus oder die Bahn benutzt wird? Die Antwort: Die bisherigen IT-Systeme haben diese Flexibilität noch nicht ermöglicht.

Pervasive Computing hat nach Ansicht von IBM das Potenzial, dies zu ändern. So ließen sich etwa die Fahrzeugsensoren mit einem „Riskmanagement-System“ der Versicherung verbinden, um mit dem Kunden einen flexiblen Tarif nach dem Motto „Pay-per-Risk“ abzuschließen. Bei Eis und Schnee zu fahren könnte dann teurer sein als bei Sonnenschein.

Themenseiten: IT-Business, Supercomputing, Technologien

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