Optimistische Stimmung in TK-Branche hält an

Personalbedarf sinkt trotz positiver Zukunftsaussichten

Die optimistische Stimmung in der TK-Branche hält an. Fast zwei von drei Fach- und Führungskräften in Deutschland und der Schweiz erwarten, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr erfolgreicher als in diesem Jahr sein wird. Rund ein Viertel der Befragten ist sogar der Meinung, dass sich ihre Aussichten im kommenden Jahr stark verbessern. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Telco Trend, die von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit Inworks durchgeführt wurde.

Wachstumsmotor ist das Zusammenwachsen von IT, Telekommunikation und Entertainment. Trotz des Optimismus hält die Mehrzahl der Befragten den Personalabbau nicht für beendet. So sinkt bei vierzig Prozent der Unternehmen durch die Anpassung von Geschäftsprozessen und Straffung von Produkt- und Leistungsportfolios der Personalbedarf.

Die Loyalität der Telefonkunden nimmt der Studie zufolge weiter ab. Sie nutzen immer öfter die Möglichkeit zum mühelosen Preisvergleich im Web und wechseln bei entsprechenden Angeboten den Anbieter. Zwei von drei befragten Fach- und Führungskräften reagieren nun auf die Preissensibilität ihrer Kunden: Sie wollen profitable Kunden identifizieren und stärker auf ihre Anforderungen, Wünsche und Ansprüche eingehen, um deren Wechselbereitschaft entgegenzuwirken.

83 Prozent der Telekommunikationsunternehmen werden in den nächsten drei Jahren in ein umfangreiches Kundenbeziehungsmanagement investieren. Steria Mummert Consulting geht davon aus, dass Unternehmen, die Geld für Kundenmanagement-Strategien ausgeben, nachhaltige Wettbewerbsvorteile realisieren können.

Darüber hinaus stehen Technologieinvestitionen ganz oben auf der Wunschliste der Verantwortlichen. So beabsichtigen rund drei von vier der befragten Fach- und Führungskräfte, in den kommenden drei Jahren massiv in neue Technologien zu investieren. Der Grund: Der Breitbandmarkt boomt. Die Mehrzahl der Telekommunikationsunternehmen sieht in DSL (66 Prozent) und trotz Startschwierigkeiten auch in UMTS (51 Prozent) die herausragenden Technologien der nächsten Jahre.

Experten-Schätzungen zufolge beläuft sich das Volumen des deutschen Breitbandmarktes 2005 auf 3,15 Milliarden Euro. Das jährliche Wachstum liegt nach Einschätzungen von Steria Mummert Consulting bei 30 Prozent.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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