Boom bei digitaler Unterhaltungselektronik

Flachbildfernseher überholen Röhrengeräte

In Deutschland findet digitale Unterhaltungselektronik reißenden Absatz. Der Markt für digitale Geräte wie Flachbild-Fernseher und MP3-Player wird im laufenden Jahr um 23 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro anschwellen, teilte der Branchenverband Bitkom heute mit. Bei analogen Geräten wie Videorekordern oder Röhrenfernsehern wird dagegen mit einem Umsatzeinbruch um 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gerechnet.

Damit werden Produkte der digitalen Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr bereits einen Marktanteil von 71 Prozent erobern. Der Anteil der analogen Geräte am Gesamtmarkt rutscht dagegen weiter auf 29 Prozent ab. Insgesamt soll der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik 2005 um knapp acht Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zulegen. Grundlage für die Prognosen sind aktuelle Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung GfK und eine Studie des European Information Technology Observatory.

„Die Digitaltechnik hat sich definitiv durchgesetzt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Flachbild- und Projektionsfernseher werden in diesem Jahr den herkömmlichen Röhrenfernsehern erstmals den Rang ablaufen. Bei den Flachmännern soll sich der Umsatz auf 2,5 Milliarden Dollar fast verdoppeln. Der Umsatz mit den dicken Klassikern werde dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro zurückgehen.

Auch bei den Spielkonsolen verzeichnet der Branchenverband aufgrund von neuen Modellen und grafisch anspruchsvolleren Spielen höhere Absätze. Insgesamt sollen im laufenden Jahr vier Millionen Konsolen über die deutschen Ladentische gehen – 63 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit Spielkonsolen klettert um 38 Prozent auf 438 Millionen Euro. Ähnliche Steigerungswerte verzeichnen die Musikplayer. Hier wächst der Markt um 36 Prozent auf 577 Millionen Euro, der Löwenanteil von 86 Prozent entfällt auf MP3-Player.

Der Markt für Digitalkameras nach Angaben von Bitkom in diesem Jahr seinen Höhepunkt. Aufgrund sinkender Preise klettert zwar die Anzahl der verkauften Geräte von sieben auf acht Millionen. Der Umsatz stagniert dagegen bei 1,7 Milliarden Euro. Neben einer generellen Marktreife hat nach Meinung von Experten auch der Boom bei Handys mit integrierter Kamera negative Auswirkungen auf das Wachstum des Digitalkameramarktes.

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