Neues Interesse an Breitband über Stromleitungen

Branchenriesen engagieren sich als Sponsoren der Homeplug Powerline Alliance

Intel, Linksys und Motorola wollen sich künftig als Sponsoren der „Homeplug Powerline Alliance“ engagieren. Der Verband soll Spezifikationen und Standards für die Datenübertragung über Stromkabel entwickeln.

Intel-Manager Matt Theall wurde zum Präsidenten gewählt. Neben den Repräsentanten der Sponsor-Unternehmen sind auch Vertreter von Comcast, Earthlink, Radioshack, Sharp und Sony involviert.

Motorola und Intel wurden als neue Sponsoren des Startup-Unternehmens Intellon bekannt gegeben, das auf Basis der Homeplug-Spezifikationen integrierte Schaltungen entwickelt. Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben bei der letzten Finanzierungsrunde insgesamt 24,5 Millionen Dollar aufbringen.

Das Engagement der Branchenriesen zeigt das zuletzt wieder gestiegene Interesse an der Datenübertragung über Stromleitungen. Schon vor einigen Jahren sollen sich Stromversorger neben Telefon- und TV-Kabelnetz-Betreibern zu einer dritten Alternative im Bereich Breitband-Internet entwickeln. Aufgrund technischer Probleme und Interferenzen blieb der große Durchbruch der Technik bislang aus.

Themenseiten: Breitband, Business, Intel, Motorola, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Neues Interesse an Breitband über Stromleitungen

Kommentar hinzufügen
  • Am 26. August 2005 um 12:30 von Coke

    Branchenriesen sollen mehr bewegen?
    Ob diese Branchen-Riesen wirklich mehr bewegen können? Seit Jahren wird vom Internet aus der Steckdose gesprochen — der Erfolg ist ausgeblieben. Sind die technischen Probleme so eklatant? Mal sehen, ob die Elefantenrunde mehr Erfolg hat…

  • Am 29. August 2005 um 15:09 von HF-Elektroniker

    Geht das schon wieder los? Warum noch PLC ausbauen? (1)
    Hallo liebe Leser,
    mit der Powerlinetechnik wurde ja in der Vergangenheit bereits zu genüge herumprobiert. Einige europäische Staaten haben sich nach den ersten grossen Problemen mit den Störungen ganz schnell aus dem Projekt verabschiedet. Nur Deutschland blieb bis zum Erbrechen dabei weiterzumachen. Mittlerweile hat auch Mannheim PLC endlich fallen lassen. Aber irgendwie wird wegen den wirtschaftlichen Interessen mit Brachialgewalt wieder weitergemacht.
    Bei PLC wird auf dem Stromkabel Hochfrequenz (HF) aufmoduliert. Das ganze in einem Spektrum von ca. 1-30 MHz (evtl. auch höher). Das grosse Problem ist, dass ein Stromkabel allein schon durch seine fehlende Abschirmung als eine grosse Antenne wirkt und dadurch zu einer HF-Schleuder wird. Alle Stromkabel innerhalb und ausserhalb von Häusern, Gebäuden usw. sind somit potentielle Sendeantennen. Dazu kommen noch die fehlenden (Impedanz) Anpassungen, da viele Privathaushalte eine abenteuerliche Stromverkabelung haben. Und aufgrund der Entfernungen/Stromkabellängen und der hohen PLC-Signaldämpfung, da das Kabel nicht aus den eben genannten Gründen geeignet ist, muss am Einspeisepunkt ein entsprechend grosser Sendepegel sein. Desweiteren kommt noch der Punkt Störung durch zB. Elektromotoren oder anderen Geräten dazu, die ihre Störimpulse IN das Stromnetz einspeisen (zB. alte Geräte, Bürstenmotoren wo die Entstörung defekt ist usw), so dass die Datenrate bei PLC sehr darunter leidet.

  • Am 29. August 2005 um 15:13 von HF-Elektroniker

    Geht das schon wieder los? Warum noch PLC ausbauen? (2)
    Und ein ebenso weiterer Effekt ist die Spiegelfrequenzunterdrückung/ Oberwellen, die leider auch oft aufgrund der Mehrkosten eher wie ein Stiefkind behandelt wird (Oberwellen = ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz. ZB 20 MHz Grundfrequ. = Oberwellen bei 40,60,80,100MHz). Das hat man ja bereits bei der Einführung des Kabelfernsehns gesehen, wie teilweise grottenschlecht die Verteilerkästen in der Strasse abgeschirmt waren. Oder dass man ohne den gleichen Anschluss zu haben das Kabelsignal des Nachbarn mitbenutzen konnte und so kostenlos in den Genuss des Kabelfernsehns kam. Aber das nur mal so am Rande.
    Abhilfe schafft hier nur eine ganz saubere Signaleinspeisung – wenn sie denn aufgrund der Kosten auch gemacht wird.
    Dann hat die Computerbild als auch die Fachzeitung c’t sich bereits darüber unterhalten und die PLC-Technik als Störend im wahrsten Sinne des Wortes beurteilt. In den Staaten wurde (ich meine es war von ca. 1,5 Jahren – habe den Artikel im Archiv aber im Moment nicht greifbar) seitens der dortigen Fernmeldebehörde einem Atomkraftwerk die Auflage gemacht PLC innerhalb 14 Tage (oder zumindest in sehr kurzer Zeit) wegen den Störungen einzustellen, oder sie werden gezwungen den Strom abzustellen. Nebst den BOS-Funk (=Behören wie Feuerwehr, Polizei usw) und manche Piloten/Flugvereinigungen haben auch noch andere Einrichtungen in Deutschland nach der Einführung der ersten PLC-Strecken, gegen PLC geklagt, da sie Störungen in ihren Frequenzbereichen aus den genannten Gründen hatten.

  • Am 29. August 2005 um 15:15 von HF-Elektroniker

    Geht das schon wieder los? Warum noch PLC ausbauen? (3)
    Auch wurde der Kurzwellen- bzw. Radioempfang von 1-30 MHz gestört, dass man nicht nur ausländischen Bewohnern gerichtlich Recht auf Beseitigung der Störungen beim Radioempfang gegeben hat.
    Trotz all dem fängt man nun wieder an sich mit PLC zu beschäftigen. Ich persönlich werde das Gefühl nicht los dass es dabei nur um reine wirtschaftliche Interessen geht, egal was andere dazu meinen oder ob sie
    gestört werden. Solange man damit Geld verdienen kann wird weitergemacht, auch wenn alle Vernunft und Gegenargumente nicht dafür sprechen.
    Trotz all dem fängt man nun wieder an sich mit PLC zu beschäftigen. Ich persönlich werde das Gefühl nicht los dass es dabei nur um reine wirtschaftliche Interessen geht, egal was andere dazu meinen oder ob sie
    gestört werden. Solange man damit Geld verdienen kann wird weitergemacht, auch wenn alle Vernunft und Gegenargumente nicht dafür sprechen. Gerade in der WLan-Technik werden immer mehr Fortschritte gemacht, so dass man nebst einer wesentlich höheren Bandbreite (= mehr Übertragungsgeschwindigkeit) auch andere Dienste mit dieser Technik nutzen kann und könnte (zB.Telefonie, um die letzte Maile zu überbrücken). Oder die Kabelfernsehanschlüsse, wo bereits erste Versuche erfolgt sind Telefon, Internet usw. zusätzlich zum Fernsehsignal anzubieten.

  • Am 29. August 2005 um 15:18 von HF-Elektroniker

    Geht das schon wieder los? Warum noch PLC ausbauen? (4)
    PLC kann (derzeit) 14 MBit – aber nur wenn es gut läuft und die Strecke nicht zu lang und nicht gestört ist. Die effektive/Netto- Übertragungsrate ist oft niedriger (siehe c’t-Bericht).
    Warum um alles in der Welt baut man nicht die WLan-Technik aus, die dadurch auch immer billiger werden wird?
    Wenn PLC wie in dem Artikel beschrieben kommt brauchen wir uns dann nicht mehr über Störungen in Geräten zu wundern (zB. Fernseher, wo das PLC-Signal über die Steckdose das Empfangsteil oder andere Komponenten stört, was zB. Schatten oder Spiegelbilder hervorrufen kann, denn was die Hersteller als Nahentstörung einbauen ist nicht immer erste Wahl). Aber auch wenn man mit dem Autoradio unterwegs ist wrd man das mehr oder weniger an der Empfangsqualität durch die Oberwellen und strahlenden Stromleitungen merken. Ganz abgesehen von dem Flugfunk, da nicht nur kleine Maschinen den gesamten HF-Teppich in der Höhe abbekommen. Der Flugfunk bei grossen Maschinen kommuniziert nämlich bei längeren Srecken über Kurzwelle!!!
    So kann ich als Kommunikationselektroniker der HF nur hoffen dass PLC kaum auf Interesse des Verbrauchers stößt. Anders kann man die Firmen und die Politik in Deutschland und Brüssel wohl nicht von der Idee abbringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *