Wasserzeichen soll Raubkopierer dingfest machen

Fingerprint erlaubt Identifikation geschützter Inhalte

Autofahrer werden bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung anhand ihres Kennzeichens identifiziert. Ähnliches könnte demnächst auch Raubkopierern widerfahren, die Musik unautorisiert weitergeben. Eine neue Wasserzeichen-Technologie des Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) macht es möglich, Musikpiraten auszuforschen und dingfest zu machen.

„Die Musikindustrie vergrault ihre Kunden immer noch mit vielen unterschiedlichen DRM-Systemen (Digital Rights Management) die oft nicht oder nicht in vollem Umfang funktionieren“, erklärt Michael Kip vom IPSI. „Dabei ist unsere Wasserzeichentechnologie bereits extrem ausgereift und erlaubt eine sichere Identifikation eines geschützten Inhaltes. Laut IPSI eignet sich die Container-Technologie vor allem für eine effiziente individuelle Markierung großer Datenmengen. Der Prozess des Einbettens eines digitalen „Fingerabdrucks“ wird dabei in zwei Phasen unterteilt: Zuerst werden die Mengen der einzubettenden Informationen, ein geheimer Wasserzeichenschlüssel sowie weitere Parameter festgelegt. Danach wird die Mediendatei in das Containerformat umgewandelt.

Soll nun eine markierte Datei erzeugt werden, ist neben der Containerdatei nur noch die einzubettende Wasserzeichen-Information notwendig. Alle drei Daten, die zum Erzeugen der markierten Kopie notwendig sind, lassen sich anschließend aus dem Container entnehmen. Bei Audiodateien für die CD-Produktion auf einem handelsüblichen PC kann durch diese neue Technik laut IPSI zwanzigfache Echtzeit, bei MP3-Files 500 bis 1000 fache Echtzeit erreicht werden. Im Fadenkreuz stehen vor allem professionelle Musikdiebe, die sich mit regelmäßigen Besuchen bei Downloadportalen oder Tauschbörsen ihren Lebensunterhalt finanzieren. „Im Gegensatz zu Rasern wird das Busgeld bei Raubkopierern aber deutlich höher ausfallen. Denn den Musiklabels steht ein Schadensersatz zu, der sich nach der Anzahl der herunter geladenen Raubkopien bemisst – und das kann empfindlich teuer werden“, so Kip.

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Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Wasserzeichen soll Raubkopierer dingfest machen

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  • Am 25. August 2005 um 9:16 von Frank

    wer’s glaubt wird seelig
    und.. die "Deppen" und "kleinen Fische" erwischt man..
    und die Profis die sich so ihre CD Sammlung finanzieren
    wird man nicht kriegen.. CDs mit persönlichen Wasserzeichen
    wird’s wohl so schnell nicht geben, und selbst wenn, dann
    wird wohl durch geschicktes neucodieren der Daten vom Wasserzeichen nichts verwertbares übrig bleiben. Für
    digitale Medien wird es nie einen Kopierschutz geben, dessen "Halbwertszeit" länger als einige Tage oder Wochen betragen wird.

  • Am 25. August 2005 um 12:30 von Werner

    ‚Super Vergleich‘
    Zitat:
    "Im Gegensatz zu Rasern wird das Busgeld bei Raubkopierern aber deutlich höher ausfallen. Denn den Musiklabels steht ein Schadensersatz zu, der sich nach der Anzahl der herunter geladenen Raubkopien bemisst – und das kann empfindlich teuer werden"

    Aha, also jemand der die Gesundheit und Leben anderer gefährdet ist also ‚besser‘ als jemand der durch kopieren das Einkommen anderer schmälert? Das ist ja mal wohl unlogisch.

    Bei Rasern die Unfälle produzieren kommen noch Schadensersatzforderungen dazu, die Höhe des Schadens muss nachgewiesen werden.

    Die MI würde im Moment am liebsten von Schätzungen leben… Wirklich bis auf die definitive Ursache nachgewiesen wird da so gut wie nix.

    BTW: Rasern ein Busgeld abzunehmen ist vielelicht gar nicht so dumm, leider ist es immer nuch ein Bußgeld ;-) Busfahren würde vielelicht helfen *g

    Gruss,

    Werner

  • Am 25. August 2005 um 13:47 von Tgro

    Nicht wirklich…
    Grade die professionellen Raubkopierer wird das wenig treffen: Kein Schutz ist unknackbar oder unumgehbar, und grade die Profi’s werden sehr schnell entsprechende Tools in der Hand haben. Mithin mal wieder nur eine Maßnahme, die den einzelnen User benachteiligt.

    Ja, ja, ich weis, diesmal ist das wirklich nicht zu knacken…hat bisher jeder gesagt.

  • Am 29. August 2005 um 22:54 von Karl

    wer hat schon ´ne weiße Weste?
    Im Zeitalter der Kassetten hat man aus dem Radio Musik aufgenommen, noch früher wurden z.B. Noten abgeschrieben.
    Als die CD da war wurde getauscht und auf Kassette oder CD kopiert. Jetz tauscht man halt mit Leuten die man nicht einmal kennt.
    So, meckern kann jeder, und wer ohne Sünde ist soll den ersten Stein werfen…
    Eine Lösung wäre doch eine Art Musik- , Programm- , Spiele-Flatrate, für die man sich entweder extra anmeldet, oder die sogar vom Internetanbieter erhoben wird. Realisierbar wäre das bestimmt.

  • Am 31. August 2005 um 18:58 von Peter

    Raubkopierer nutzen ÖPNV?
    Wenigstens fährt nicht jeder sein eigenes Auto: "Im Gegensatz zu Rasern wird das Busgeld bei Raubkopierern aber deutlich höher ausfallen." ;-)

  • Am 20. September 2005 um 20:07 von Ludwig Conrad

    Liebe Manager
    Liebe Musik-Manager.. werdet doch endlich mal wach : In Zeiten wo ich ganze Filme (zwar nicht die aktuellsten auch auch nicht die schlechtesten Filme) als "Giveaway" in vielen Zeitschriften für ein paar Euro´s bekommen kann, frage ich mich immer öfter wieso Musik so teuer sein muss. Die Produktions- und Vertriebskosten eines Filmes sind nicht gerade gering in laufen nicht selten in die Millionen. Diese hohen Produktionskosten kann ich bei der Musikproduktion nicht sehen !!
    Macht endlich faire Preise, lasst uns Usern die vollen Rechte dann wird auch wieder gekauft. Wahrscheinlich ist es aber wichtiger den qualitativen Müll, der da so geliefert wird, mit durch zu füttern. Ich für meinen Teil tue mich schwer in neue Musik zu investieren wenn ich beten muss ob meine frisch erworbene "Un-CD" auf allen Playern läuft… und bitte versteht es nicht falsch… im Auto möchte ich keine Original-CD verheizen und da ich nicht kopieren darf…. Radiomitschnitte (da Quatscht zwar immer irgend ein Hirsel rein… aber ich kann legal kopieren.
    Also nun meine Bitte :
    Verabschiedet die Hochpreispolitik und hört auf die User zu entrechten.

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