IT-Sicherheitslücken bei KMUs

Wirtschaftliche Risiken durch begrenzte Ressourcen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) stehen einer Vielzahl von IT-Sicherheitsangriffen ungeschützt gegenüber. Das führt dazu, dass sie in inakzeptablem Ausmaß ernormen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sind. Dies geht aus einer Umfrage des US-amerikanischen Wirtschaftsanalysten Quocirca im Auftrag des Anbieters von Management-Software, Computer Associates (CA), hervor.

Laut Quocirca verfügen KMUs meist über begrenzte Ressourcen, um ihre komplexen und heterogenen IT-Umgebungen zu verwalten. Etwa 25 Prozent der größeren KMUs ziehen nach wie vor Nicht-Experten zur Verwaltung ihrer IT heran. Bei kleinen Unternehmen und unter den Nutzern von SOHOs (Small Offices und Home Offices) steigt diese Zahl sogar auf ungefähr 50 Prozent. Trotz ihrer geringen Mitarbeiterzahl verfügen KMUs häufig über eine breite Palette von Hardware- und Software-Ressourcen. Das macht das Security-Management noch schwieriger und aufwändiger.

Lediglich 25 Prozent der befragten KMUs nutzen eine automatisierte Software und Backup-Verwaltung, der Rest beschränkt sich auf manuelle Sicherungs- und Datenschutzmaßnahmen. Ungefähr 20 Prozent verfügen laut Studie sogar über gar keine Backup-Möglichkeit. Von denen, die Server-Backups durchführen, haben mehr als 30 Prozent bereits seit länger als einem Jahr ihre Wiederherstellungs-Funktionen nicht mehr kontrolliert.

Mehr als 75 Prozent der KMUs nutzen einen High-Speed-Internetanschluss. Trotzdem gaben mehr als 25 Prozent von ihnen an, dass sie die Sicherheit ihres Anschlusses seit einem Jahr nicht mehr überprüft hätten. Wenngleich 80 Prozent eine Antivirus-Software einsetzen, haben weniger als 50 Prozent eine Anti-Spyware-Lösung installiert, wodurch sie laut Quocirca einer rapid anwachsenden Anzahl von Bedrohungen mit potenziell zerstörerischer Wirkung ausgeliefert sind.

Obwohl viele KMUs die von Microsoft angebotene automatische Updatefunktion nutzen, verwenden weniger als 30 Prozent eine automatische Patch-Management-Software, um die Sicherheit jener Anwender zu gewährleisten, die nicht auf Microsofts-Technologie basiert. „Diese Studie zeigt eindeutig, dass KMUs sich zwar verstärkt der neuen Technologien bedienen, jedoch eine beängstigende Anzahl von ihnen nicht über die Ressourcen verfügt, die erforderlich wäre, ihre Daten hinreichend und systematisch zu schützen“, kommentiert Quocirca-Analyst Bob Tarzey. „KMUs sollten deshalb rechtzeitig umfassende Sicherheits- und Backup-Strategien für ihre zunehmen geschäftskritischen Rechnerinfrastrukturen einführen“, so Tarzey.

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