Roboter fängt Hochgeschwindigkeits-Projektil

Japanische Forscher bauen Greifer mit Photozellen an den Fingern

Sollten die Roboter jemals die Erde für sich gewinnen, müssen sie zumindest fähig sein, gut zu fangen. Das haben sich Wissenschaftler der University of Tokio zu Herzen genommen und den bisher schnellsten Roboter geschaffen. Er ist in der Lage einen auf 300 km/h beschleunigten Ball mit seinen Händen zu erhaschen, berichtet das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“.

Akio Namiki und seinem Forscherteam ist es gelungen, den Roboterfänger so zu konzipieren, dass er sich in 0,1 Sekunde um 180 Grad drehen kann. Um den Ball zu fangen braucht der Roboter aber nicht einmal einen Handschuh: die Handinnenfläche ist mit Fotodetektoren ausgestattet, die die Wurfrichtung des Balles ausmachen können. Image-Prozessoren sorgen dafür, die Bewegung sofort zu registrieren. In Versuchen ist es dem Roboter gelungen, Bälle aus verschiedenen Richtungen zu fangen.

Grenzen sind dem Roboter aber noch gesetzt, denn bisher ist die Maschine etwas zu schwach, um einen echten Baseball zu fangen. Allerdings haben Versuche gezeigt, dass die Hightech-Maschine auch Objekte wie Zylinder fangen kann. Das Forscherteam will jedenfalls die Maschine weiter verfeinern, denn, so Namiki, bei bisherigen Robotern fehle es an der entsprechenden Motorik, bewegliche Objekte zu erkennen.

Themenseiten: Hardware, Roboter

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Roboter fängt Hochgeschwindigkeits-Projektil

Kommentar hinzufügen
  • Am 5. August 2005 um 21:58 von Georg Reime

    irreführend: "Hochgeschwindigkeitsprojektil"
    Von einem "Hochgeschwindigkeitsprojektil" spricht man in der Waffentechnik ab etwa 2-facher Schallgeschwindigkeit aufwärts, also ab 660 m/s. Der Ball im Artikel macht bei 300 kmh schlappe 83,3 m/s.

    • Am 6. August 2005 um 13:20 von Kisho Shin

      AW: irreführend: "Hochgeschwindigkeitsprojektil"
      Tja! Typisch Medien. Die Übertreibung geht mittlerweile auf das Verständnis der Leser und das endet dann so weit das die Medien doch nur Lügner sind.

    • Am 6. August 2005 um 15:33 von beand

      stimmt
      da hätten sie wenigstens "hochgeschwindigkeits"-projektil in anführungszeichen setzen können..

    • Am 4. April 2006 um 20:34 von Georg Reime

      AW: AW: irreführend: "Hochgeschwindigkeitsprojektil"
      Ihr Kommentar freut mich, denn man fühlt sich dann nicht so als outsider, wenn auch andere mit etwas unzufrieden sind, was die meisten nicht zu stören scheint: Nämlich die aus allen Kanälen auf einen einströmende Desinformation, der man den Namen "Informationszeitalter" gegeben hat. Gruss georg.reime@t-online.de

  • Am 8. August 2005 um 8:33 von Mike

    Roboter fängt Hochgeschwindigkeits-Projektil
    Sehr reisserische Headlinen, dann schafft man nicht mal einen Baseball.
    Ein Projektil bezeichnet in unserem Sprachgebrauch immernoch ein aus einer Feuerwaffe abgeschossenes Objekt.
    Hochgeschwindigkeit bei 300km/h, wenn ein normales Luftgewehrprojektil schon 150m/s ist besonders lächerlich.

  • Am 9. August 2005 um 18:25 von Lars Hentschke

    Titel könnte poppiger sein
    Entgegen der vorherrschenden Meinung, der Titel wäre zu reisserisch, bin ich eher der Meinung, das dieser noch viel zu weichgespült ist. Wie wäre es mit:

    "Roboter rettet japanischem Wissenschaftler das Leben: panzerbrechendes Hochgeschwindigkeits-Geschoss in der Größe eines Baseballs gefangen!"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *