Online-Werbung gewinnt an Boden

Klassische Werbung stagniert

Laut Bruttowerbestatistik der Nielsen Media Research sind in Deutschland im ersten Halbjahr 2005 173,1 Millionen Euro in den Online-Werbemarkt investiert worden. Das entspricht einem Zuwachs von 24,4 Prozent bzw. rund 34 Millionen Euro gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der umsatzstärkste Monat war der Juni mit einem Plus von 34,4 Prozent oder fast elf Millionen Euro. Seit September 2004 wird ein kontinuierlicher Anstieg der Online-Werbeaufwendungen verzeichnet. Zu den stärksten Branchen in dem Bereich zählen Online-Dienstleistungen (36,4 Millionen Euro), Unternehmen des Automarktes (16,1 Millionen Euro), E-Commerce (15,8 Millionen Euro) und Finanzdienstleistungen (14,3 Millionen Euro).

Unter den Top-50-Produktgruppen im Internet finden sich 34, die ihre Werbeaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 100 Prozent erhöht haben, 18 davon sogar im zweistelligen Bereich. Ebenso sieht es bei den Top-50-Werbungtreibenden im Web aus: 38 haben ihre Online-Budgets im Vergleich zu 2004 erhöht, davon 21 um mehr als 100 Prozent.

Im Vergleich dazu betrugen die Investitionen in Direct Mail im ersten Halbjahr 2005 1,5 Milliarden Euro, das Werbevolumen auf diesem Sektor stieg auf knapp neun Milliarden Werbesendungen. Bei klassischen Medien ermittelt die Nielsen Media Research ein geringeres Werbewachstum als im Jahr 2004. In diesem Bereich betrug das Plus nur rund 3,6 Prozent oder 316 Mio Euro auf 9,1 Milliarden Euro. Im Mai gingen die Zahlen sogar kurzfristig ins Minus, wurden aber durch einen guten Juni mit einem Zuwachs von sieben Prozent wieder ausgeglichen, so Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research.

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