Internet-Sportwetten legen seit Schiedsrichter-Skandal zu

Betanwin kann sich absetzen

Seit dem Schiedsrichter-Skandal wächst der Markt für Sportwetten in Deutschland. Bisheriger Gewinner ist vor allem der österreichische Anbieter Betandwin. Deutschand-Manager Marcus Meyer gegenüber der „Wirtschaftswoche“: „Viele haben bei dem Skandal erst gemerkt, dass es Sportwetten gibt und unser System sicher ist.“

Seit Januar legte die Betandwin-Aktie um mehr als 300 Prozent zu, der Umsatz schoss von 17 Millionen Euro im Jahr 2000 auf aktuell 856 Millionen Euro hoch. Von „leichten Rückgängen“ spricht hingegen Oddset-Chef Erwin Horak. Das staatliche Tochterunternehmen des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks leide an der wachsenden Konkurrenz durch private Anbieter.

Deutschlands größter Sportwettenanbieter Oddset setzt etwa 480 Millionen Euro um. Mit rund 300 Millionen Euro erwirtschaftet Betandwin hier zu Lande rund ein Drittel seines Umsatzes. Ins Geschäft einsteigen wollen Fernsehsender wie RTL, Premiere und DSF. Meyer bestätigt: „Wir haben schon mit diversen TV-Sendern gesprochen.

Auch wird bei Betandwin laut „Wirtschaftswoche“ darüber nachgedacht, gemeinsam mit einem anderen Wettanbieter Sportübertragungsrechte für das Internet zu erwerben. Betandwin erwartet von der Fußball-WM deutliche Marktanteilsgewinne in Europa; danach will das Unternehmen nach Asien, Nord- und Südamerika expandieren. Zwei bis drei Milliarden Euro setzt die Wettbranche derzeit in Deutschland um, etwa sieben Millionen Deutsche haben schon einmal online gewettet.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Internet-Sportwetten legen seit Schiedsrichter-Skandal zu

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *