Der Supercomputer in der Kirche

IBM hat in Barcelona Europas schnellsten Rechenknecht in eine Kapelle eingebaut: Das Projekt Mare Nostrum ist wohl das kühnste Experiment von Big Blue in diese Richtung bisher. Mit einer Spitzenleistung von 40 Teraflops liegt er auf Platz 4 der weltweit leistungsstärksten Großrechner. ZDNet präsentiert eine Bildergalerie von überirdischer Schönheit.

IBM hat am Barcelona Supercomputing Center (BSC) den schnellsten Rechner Europas installiert. „Mare Nostrum“ ist aus handelsüblichen Serverkomponenten aufgebaut: 2282 Blade Server vom Typ e-Server JS20 mit 4564 PowerPC-970FX-Prozessoren bilden sein Gehirn. Weitere wesentliche Leistungsmerkmale sind neun Terabyte Arbeitsspeicher und 230 Terabyte Festplattenkapazität.

Mare Nostrum wurde inmitten einer Kapelle aus dem Jahr 1920 im Universitätsviertel von Barcelona errichtet. Neben der Klimaforschung soll sich der Supercomputer hauptsächlich mit Problemen der Biochemie und Medizin befassen. Derzeit arbeiten Techniker aber noch an der Programmierung des Linux-getriebenen Supercomputers.

Mit 40 Teraflops ist Mare Nostrum derzeit die Nummer 4 unter den Supercomputern weltweit, in Europa – wie gesagt – die Nummer 1. Für Spanien und insbesondere Katalonien ist dies „das“ Prestigeobjekt: Auch tagesaktuelle und boulevardeske Zeitschriften berichten über die Installation. Das Forschungszentrum BNS-CNC verfügt bis 2011 über einen Haushalt von 5,5 Millionen Euro, der zu 63 Prozent vom Staat und zu 37 Prozent von der katalanischen Regierung getragen wird.

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