E-Mail-Ausfall verursacht enormen Schaden

Studie: Deutsche Unternehmen verlieren jährlich 500 Millionen Euro

Ein Ausfall des E-Mail-Systems ist für deutsche Firmen nicht nur ärgerlich, sondern auch richtig teuer: Nach einer neuen Studie entsteht hierzulande jährlich ein Schaden von rund 500 Millionen Euro.

Diese Zahl wurde im Rahmen der von Cipherttrust in Auftrag gegebenen Untersuchung „E-Failure: The impact of e-mail failure on German business“ ermittelt. Herangezogen wurden IT- und Marketing-Direktoren von Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern. Diese erwarten im Durchschnitt für jeden Arbeitstag, an dem das Unternehmen nicht in der Lage ist, E-Mails zu versenden oder zu erhalten, Kosten von 28.000 Euro. „Über das Jahr gerechnet bedeutet dies einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von mehr als €500 Millionen“, so das Unternehmen.

Mit der zunehmenden Beutung von E-Mail werde auch die Gefahr von E-Failure weiter steigen. Die Marketing-Direktoren gehen davon aus, dass potentielle Neukunden „schon nach ein oder zwei fehlgeschlagenen Versuchen andere Anbieter kontaktieren“ und sich selbst loyale Kunden nach maximal drei Kontaktversuchen sich an einen Konkurrenten wenden.

„Es ist durch E-Failure ein sehr großer finanzieller Schaden für deutsche Unternehmen festzustellen“, zeigt sich Stephen Martin von Market Clarity überzeugt. Auf lange Sicht könne sogar das Gesamtimage beeinträchtigt werden und somit der Schaden von E-Failure noch viel größer werden.

Die häufigsten externen Ursachen für E-Failure sind Virus Attacken. Laut der Radicati Group werden täglich 52 Milliarden Spam-Nachrichten, 900 Million Viren und 70 Millarden Directory-Harvest-Attack-Nachrichten verschickt.

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2 Kommentare zu E-Mail-Ausfall verursacht enormen Schaden

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  • Am 9. Juni 2005 um 23:29 von Realist

    back to the roots
    IT-Systeme verursachen immense Stromkosten (Betrieb, Kühlung, USV …), müssen spätestens alle 4 Jahre komplett getauscht werden. Von den Kosten für Virenschutz, Updates, Reparaturen bis zu Entgeltaufwendungen für unproduktive Anwesenheit der Angestellten bei Totalausfällen reicht die Palette der monetären Schäden, die der exzessive IT-Einsatz inzwischen verursacht.

    Kostensparend und wettbewerbsfördernd wird das ganze verkauft, wobei ausser acht gelassen wird, das die ständigen Aufwendungen erst einmal erwirtschaftet werden müssen (d.h. sie wirken sich gewinnschmälernd aus!)

    Der neue VOIP-Hype wirkt wohl noch als Verstärkungsfaktor. Wenn die IT-Struktur ausfällt, kann man wenigstens nicht die Fachleute "belästigen", da die Telefonie u.U. ebenfalls von den Störungen betroffen ist.

    Das ist die Wahrheit über die ach so moderne Welt!

    Inzwischen aus persönlicher Erfahrung festgestellt, das die Kommunikation Telefon+Fax oft reibungsloser bzw. schneller abläuft. Störungen u. Ausfälle der Telefonanlage waren in den letzten 10 Jahren quasi nicht vorhanden. Dass jedoch das IT-System entweder einge- schränkt nutzbar ist oder komplett ausfällt, damit muss man sich monatlich 4 – 5 mal abfinden. Einen Wettbewerbsvorteil durch vermehrte IT-Integration in Geschäftsabläufe, gegenüber einem Stand vor 10 Jahren, kann ich beim besten Willen nicht sehen.

    Vielleicht wäre ein techn. Rückschritt ein echter Fortschritt?

    • Am 16. Juni 2005 um 15:44 von beebee

      AW: back to the roots
      Herr Realist, Sie machen es sich doch etwas zu einfach:

      -4 bis 5 mal monatl. Ausfall der IT:
      Wenn das so ist, dann sollten Sie
      entweder Ihren IT-Verantwortlichen oder
      ihre Investitionen in die Technik überprüfen..
      -Fax und Telefon schneller?
      Das glauben Sie doch selbst nicht.
      Allein die Tatsache, dass eine riesige Anzahl von Emails sich täglich im Umlauf befindet spricht dafür dass dieser Informationsträger nicht mehr wegzudenken ist.
      Ganz zu schweigen von der Geschwindigkeit der Übermittlung..

      Zugegeben, Papierloses Büro wird auch weiterhin Traum bleiben, jedoch behaupte ich dass ein Leben (Geschäftsleben) ohne IT nicht mehr möglich ist und schon gar nicht bei der global immer schneller wachsenden Konkurrenz..

      Vielleicht sollten Sie wirklich mal "Realistisch" werden.

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