Microsoft: Virtualisierung wird in Windows integriert

Lösung soll im Jahr 2007 nach dem Erscheinen von Longhorn Server fertig sein

Bob Muglia, Senior Vice President der Windows Server Division bei Microsoft, gab auf der Hausmesse Teched bekannt, dass die Redmonder im Jahr 2007 eine Virtualisierungssoftware direkt in Windows integrieren wollen. Damit können auf einem Rechner mehrere Betriebssysteme parallel ausgeführt werden. Häufig wird diese Möglichkeit zur Konsolidierung von Servern genutzt.

Die Software soll im Jahr 2007 fertig sein, aber erst nach dem Erscheinen der Server-Version von Longhorn. In welcher Form diese dann ausgeliefert wird, sei noch nicht entschieden. Muglia sagte, das dies im Rahmen eines Service Packs geschehen könnte.

Die konkrete Implementierung der Lösung wurde schon festgelegt: „Wir werden einen kompakten Hypervisor entwickeln, der direkt auf der Hardware sitzt und Ressourcen wie CPU und Speicher virtualisiert. Dieser hat die Möglichkeit, mehrere Betriebssystem-Sessions zu starten.“

Künftig sollen in Intel- und AMD-Prozessoren Funktionen enthalten sein, um dem Vorgang der Virtualisierung zu beschleunigen. Die beiden inkompatiblen Implementierungen will Microsoft offenbar beide unterstützen.

Muglia weiter: „Eine dieser Sessions wird den Virtualisierungs-Stack enthalten, der die Ressourcenzuteilung und den Start sowie das Beenden des virtuellen Sessions übernimmt.“ Diese Session sei Windows-basiert und für die Kontrolle der anderen Sessions zuständig, die jedes x86-Betriebssystem sein könnten. Für die kommende Version von Mac OS X wollte Muglia aber keine Zusage geben.

Microsoft hat mit dem Virtual Server 2005 bereits eine Virtualisierungs-Software im Portfolio, die kürzlich mit einem Update unter anderem um Linux-Kompatibilität erweitert wurde. Der Virtual Server wird unter Windows installiert und ist im Vergleich zu der für 2007 geplanten Lösung bei Weitem nicht so Tief in das System integriert.

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