Brennstoffzellen-Netzteil soll Militärhandys aufladen

Medis Technologies entwickelt Ladegerät für General Dynamics

General Dynamics C4 Systems, ein Zweig des Rüstungskonzerns General Dynamics, hat Pläne für ein Brennstoffzellen-Netzteil für Mobiltelefone offen gelegt. Wie das Unternehmen bekannt gab, richtet sich das Angebot an Kunden im Militärbereich. Das Netzteil wird als Zusatzgerät zu dem Mobiltelefonmodell Sectera Secure Wireless Phone angeboten und fungiert als Batterieladegerät, das an das Mobiltelefon angeschlossen werden kann, wenn der Akku leer ist. Entwickelt wurde das Ladegerät von der Technologiefirma Medis Technologies.

Die Verwendung von Brennstoffzellen in Mobiltelefonen ist seit langem in der Diskussion, weil die Zellen als saubere Energielieferanten gelten und somit als das System der Zukunft gehandelt werden. Sie müssen nicht, wie herkömmliche Lithium-Batterien, immer wieder aufgeladen werden. Die Konsumenten tauschen statt dessen die Methanol-Patrone aus. Außerdem haben Brennstoffzellen eine wesentlich längere Laufzeit als die Lithium-Modelle. Der japanische Mobilfunkriese NTT Docomo stellte im vergangenen Jahr bereits den Prototypen eines mit Brennstoffzelle ausgestatteten Handys vor.

Die Verwendung der Brennstoffzellen direkt in Mobiltelefonen ist allerdings mit Nachteilen verbunden. So stellte der Handyriese Nokia im März dieses Jahres seine Forschungsbemühungen im Brennstoffzellenbereich ein, weil die Telefone die US-Sicherheitsbestimmungen bei Flugreisen nicht erfüllen. Außerdem, so Nokia, ist die Technologie noch nicht reif genug.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Brennstoffzellen-Netzteil soll Militärhandys aufladen

Kommentar hinzufügen
  • Am 7. Juli 2005 um 17:50 von Ronny Wachtel

    Brennstoffzellen für Handys?
    Wo soll man dann aufladen? Strom ist fast überall erhältlich, Methanolpatronen werden dann wieder Handytypabhängig. Eine fragwürdige Entwicklung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *