KPN streicht über 600 Stellen

Niederländischer Telekomkonzern restrukturiert Call-Center-Geschäft

Der niederländische Telekomriese KPN hat nur wenige Tage nach der Wiedereingliederung seiner einst abgespaltenen Service-Sparte SNT umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen im Call-Center-Bereich angekündigt. Wie die Niederländer, Mutterkonzern des deutschen Mobilfunkproviders E-Plus, heute mitteilten, fallen der Umstrukturierung allein im Call-Center-Bereich rund 500 Stellen zum Opfer. Weitere 130 Jobs sollen in der Verwaltung des Segments weggekürzt werden. Die SNT-Aktionäre hatten sich erst am 27. Mai dieses Jahres auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für eine Rückkehr in den KPN-Konzern entschieden.

Im Rahmen der Restrukturierung will sich KPN nach eigenen Angaben auf die Call-Center-Aktivitäten konzentrieren, die das Kerngeschäft des Providers abdecken. Andere Call-Center-Services sollen ausgelagert werden. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen werde sich die Arbeitsmenge für die Mitarbeiter im Laufe der zweiten Jahreshälfte reduzieren, hieß es in einer entsprechenden Aussendung. Der Mitarbeiterabbau soll aber laut Konzernangaben vorrangig über natürliche Fluktuation und das Auslaufen von Zeitarbeitsverträgen abgewickelt werden.

KPN hatte nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Geschäftsjahr 2004 erst Anfang März 2005 umfangreiche Stellenkürzungen angekündigt. KPN-Chef Ad Sheepbouwer stellte zu diesem Zeitpunkt einen jährlichen Abbau des Personalstands zwischen 1.500 und 1.700 Beschäftigten bis zum Jahr 2010 in Aussicht. KPN rechnet durch den Stellenabbau ab 2010 mit jährlichen Einsparungen von 850 Millionen Euro. Die heute angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen sind laut KPN Teil dieses Stellenkürzungsprogramms.

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