Film-Downloads nehmen weiter zu

Kinobranche fürchtet hohe Verluste trotz Star-Wars-Erfolg

Das illegale Herunterladen von Kinofilmen wird weiter zunehmen, wie jüngste Studien zeigen. Laut den Marktforschern der Yankee Group haben vergangenes Jahr 7,4 Prozent aller Breitband-User einen Spielfilm in voller Länge auf ihre Festplatte herunter geladen. Im Vorjahr waren es dagegen nur 1,7 Prozent. Trotz des großen Erfolgs von Star Wars Episode III, der am 19. Mai anlief, fürchtet die Filmindustrie große Schäden, die durch Raubkopien entstehen.

Der jüngste Kinokassenschlager soll innerhalb von 24 Stunden rund 10.000 Mal herunter geladen worden sein. Die Motion Picture Association of America (MPAA), der Verband der US-Filmwirtschaft, behauptet, dass illegale Kopien des Films sogar vor offiziellem Kinostart angeboten wurden.

Dennoch muss das Ausmaß von illegalen Filmdownloads relativiert werden, denn diese haben noch lange nicht die Popularität erreicht wie es für Musikdownloads der Fall ist. Außerdem haben 78 Prozent der US-Konsumenten bei einer Umfrage von Ipsos Insight angegeben in den nächsten zwölf Monaten keine Filme herunter laden zu wollen. Dieselbe Studie ergab aber auch, dass die User, die downloaden, es über illegale Filesharing-Seiten tun. Das liegt daran, dass legale Downloadangebote für Filme noch weit gehend unbekannt sind im Gegensatz zu legalen Musikdownloadseiten wie Itunes oder Napster.

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2 Kommentare zu Film-Downloads nehmen weiter zu

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  • Am 1. Juni 2005 um 11:41 von Robert Wellmann

    Film-Downloads nehmen weiter zu
    Solche Aussagen ist man ja schon von der Musikindustrie gewohnt, sind aber halb so dramatisch. Viele User würden die Filme im Original nicht kaufen, somit ist der Schaden nur imaginär entstanden. Ich für meinen Teil kaufe Filme, wenn sie mir gefallen. Obwohl ich mit Matrix heruntergeladen habe wurden alle DVD’s nachträglich gekauft. Es sind manchmal einfach nur Jugendliche die sowieso kein Geld für die DVD’s gehabt hätten. Und/oder den Film nur runterladen, weil sie halt irgendeine Unterhaltung für die Chipstüte brauchen.

    Davon ab sind auch hier wie bei der MI ein Teil der Ursachen in der Preisgestaltung zu suchen. DVD’s ab 20 EUR anzubieten ist einfach dreist, bis heute sind DVDs teuer als VHS-Kassetten, obwohl die in der Herstellung teurer sind. Die MI und Filmindustrie bekommt nun die Quittung für eine Abzocke, gegen die die User vor dem Netz machtlos waren. Kann man nur hoffen, dass wenigstens hier daraus gelernt wird. Das Unkraut abzuschneiden (= Klage) bringt kaum etwas, die Wurzel (= Preis?) muß entfernt werden.

    • Am 2. Juni 2005 um 20:47 von Tronje

      AW: Film-Downloads nehmen weiter zu
      Es gibt wirklich noch Leute die mir aus der Seele sprechen. Bis jetzt habe ich mir alle Filme im Original gekauft wenn sie es wert waren. Der Preis einer DVD ist schon überzogen im verhältnis zur VHS-Kassette. Aber auch jeder Schrottfilm wird teuer angeboten. Irgendwann kommen die auf den Boden der Tatsachen zurück und man wird sehen das es auch mit dem Umsatz klappt.

      Tronje

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