Preisverfall bei Digicams treibt Olympus ins Minus

2005 soll wieder ein Plus vor dem Ergebnis stehen

Olympus hat in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr dem scharfen Wettbewerb auf dem Markt für Digital-Kameras Tribut zollen müssen und sein Ergebnis ins Minus gedreht. Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde im gesamten Jahr ein Nettoverlust von 11,8 Milliarden Yen (87 Millionen Euro) eingefahren. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein Plus von 33,6 Milliarden Yen (248 Millionen Euro) in den Büchern stehen gehabt. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 28 Prozent auf 813,5 Milliarden Yen (sechs Milliarden Euro) an.

Der japanische Konzern hat in seinem Geschäftsjahr vor allem unter dem Preisverfall bei Digital-Kameras gelitten. Dadurch und wegen allgemein gestiegener Kosten ging der operative Gewinn um 63 Prozent auf 23,2 Milliarden Yen (171 Millionen Euro) zurück. In der Abteilung „Image“, einem von zwei wesentlichen Standbeinen des Unternehmens, fiel der Umsatz um 6,4 Prozent auf 278 Milliarden Yen (zwei Milliarden Euro). Dabei wurde mit Digital-Kameras und ähnlichen Produkten ein operatives Minus von 23,9 Milliarden Yen (176 Millionen Euro) eingefahren.

Neben dem wenig profitablen Digicam-Geschäft waren für das Unternehmen schlechtere Wechselkursrelationen, höhere Zinsraten sowie Restrukturierungskosten für den Nettoverlust verantwortlich. Dieser konnte auch nicht von den Ergebnissen im Bereich Medizinausrüstung, dem zweiten großen Standbein von Olympus, ausgeglichen werden. In diesem Bereich stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 6,3 Prozent auf 230,5 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro), wobei ein operativer Gewinn von 65,3 Milliarden Yen (481 Millionen Euro / plus 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) verzeichnet wurde.

Im laufenden Geschäftsjahr will der japanische Konzern wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Olympus erwartet einen Nettogewinn von 23 Milliarden Yen (169 Millionen Euro) und einen um 32 Prozent gestiegenen Umsatz von knapp über einer Bio. Yen (7,4 Milliarden Euro). Verantwortlich für die positive Entwicklung soll wiederum der Medizin-Bereich sein, während der Digicam-Bereich vor einem weiteren verlustträchtigen Jahr steht.

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