Mehrwertdienste im Internet legen zu

4,9 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2004

Mehrwertdienste wie Internettelefonie (VoIP) und Musikdownloads haben den Breitbandanbietern im vergangenen Jahr rund um den Globus ungefähr 4,9 Milliarden Dollar in die Kassen gespült. Geht es nach Berechnungen der britischen Marktforscher von Point Topic, stiegen die Erlöse aus den Mehrwertdiensten, also den Dienstleistungen der Provider, die über die reine Übertragungsleistung hinausgehen, zum Jahresende sprunghaft an. Ging man anhand der Erlöse am Jahresanfang noch von einem Jahresumsatz von 3,3 Milliarden Dollar aus, hätten die Zahlen des Jahresendes über das Jahr gerechnet einen Gesamtumsatz von 6,9 Milliarden Dollar ergeben.

Laut Point Topic haben die meisten Mehrwertdienste, die via Breitband geliefert werden, im vergangenen Jahr sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Userzahlen satte Zuwächse erzielt. Dabei konnten nach Berechnungen der Marktforscher vor allem Services wie Video via Breitband, Musik und VoIP kräftig zulegen. Das dürfte vor allem die Provider freuen, die sich nach höheren Erlösen aus dem Breitbandgeschäft sehnen. Preissenkungen im Zugangsgeschäft haben nämlich sowohl bei DSL- als auch Kabelanbietern dafür gesorgt, dass die Umsätze nur unterdurchschnittlich angestiegen sind. Während die Zahl der Breitbanduser im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 131 Millionen wuchs, kletterten die Umsätze aus dem Zugangsgeschäft lediglich um 22 Prozent auf 39 Milliarden Dollar.

Zu Beginn des laufenden Jahres konnten die Provider mit Mehrwertdiensten bereits 18 Prozent der Umsätze des Zugangsgeschäfts erzielen. Anfang 2004 wurden dagegen lediglich zehn Prozent der Umsätze über Mehrwertdienste lukriert. Größter Umsatztreiber im Bereich der Mehrwertdienste sind laut Point Topic Sicherheitsanwendungen. Sie zeichnen für 38 Prozent der Umsätze verantwortlich. Jeweils 20 Prozent trugen VoIP und Heimnetzwerke zum Umsatz bei.

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