Software soll Überlaufen von Kanälen verhindern

Siemens-Lösung simuliert Wasserflüsse und Strömungen

Der deutsche Elektronikkonzern Siemens hat eine neue Software entwickelt, die den Abwasserfluss in Kanalsystemen steuern und bei Bedarf auch simulieren kann. Die Ingenieure verknüpften dazu erstmals verfahrenstechnisches Know-how aus dem Wasserbau mit mathematischen Optimierungs- und Simulationsmethoden. Die Lösung „Siwa Plan Sewer“ soll laut Siemens dabei helfen, dass einzelne Abschnitte eines Kanalsystems bei einem Gewitter nicht mehr überlaufen.

Laut Siemens ist die Simulation eines Wasserflusses in einem Kanalsystem äußerst schwierig, da sich die Strömungsverhältnisse ständig ändern. Kleine Rohre münden in große, die sich wiederum verzweigen oder ineinander fließen. Einzelne Abschnitte können daher schneller überlaufen.

Um dies zu verhindern, wird der „Siwa Plan Sewer“ mit allen verfügbaren Daten wie beispielsweise dem Rohrdurchmesser, dem maximal möglichen Abfluss oder der Größe des Speicherbeckens gespeist. Aus zusätzlichen Werten wie der aktuellen Regenmenge oder dem Füllstand einzelner Kanalabschnitte errechnet die Software anschließend, wo noch Kapazitäten frei sind. Anschließend wird das Wasser systematisch durch das Kanalsystem geleitet.

Mit dem System können Betreiber auch mögliche Szenarien auf der echten Bedienoberfläche durchführen. Begeht der Anwender einen Fehler, simuliert die Software die Folgen. Derzeit werden Techniker in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem „Siwa Plan Trainer“ geschult, die später eine 180 Kilometer lange Trinkwasserpipeline warten sollen.

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