Reuters schaltet IM-Dienst nach Wurm-Attacke ab

Derzeit ist nicht bekannt, wann der Service wieder verfügbar sein wird

Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihren Instant Messaging-Dienst „Reuters Messaging“ aufgrund eines Angriffs durch eine neue Version des Kelvir-Wurms abgeschaltet. Wann der Service wieder aktiv sein soll, ist derzeit nicht bekannt.

Die neue Kelvir-Variante verbreitet sich über die IM-Kontaktliste infizierter Systeme. Anwendern wird eine Nachricht geschickt, die den Besuch einer Website empfiehlt. Dort findet dann die Infektion statt. Die Formulierungen der Nachrichten lassen nicht auf eine maschinelle Generierung schließen.

„Um unsere Kunden und andere Nutzer zu schützen und zu verhindern, dass Reuters Messaging zur Verbreitung des Wurms genutzt wird, hat Reuters den Service zeitweise abgeschaltet und arbeitet daran, das Problem zu lösen“, so das Unternehmen. Derzeit gebe es keinen Zeitplan, wann der Dienst wieder online gehen soll.

Der Instant Messaging-Dienst von Reuters richtet sich im Gegensatz zu entsprechenden Angeboten von AOL, Yahoo oder MSN an Unternehmen, Nachrichten werden verschlüsselt übertragen. In den letzten Jahren hat Reuters Verträge mit AOL und MSN geschlossen, um Zugang zu deren Netzwerken zu erhalten.

Experten warnen vor einer weiteren Zunahme von Hacker-Attacken auf Instant Messaging-Dienste, da diese im Gegensatz zu E-Mail-Systemen weitgehend ungeschützt seien.

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