Auf dem Prüfstand: Macromedia Coldfusion MX 7.0

Die neue Version von Coldfusion wirkt solide und bringt eine Menge neuer Funktionen mit. Ob ein Upgrade lohnt, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Für diejenigen, die immer noch nichts von Coldfusion gehört haben: Es handelt sich um einen leistungsfähigen und leicht zu verwendenden Anwendungsserver. Coldfusion selbst ist eine J2EE-Applikation, die eine einfache, Tag-basierte Sprache namens Coldfusion Markup Language (CFML) interpretiert. Die CFML wird zu Java-Byte-Code kompiliert und auf einem Java-Anwendungsserver wie etwa JRun (enthalten), WebSphere, WebLogic oder auf jedem beliebigen J2EE-Server ausgeführt. Coldfusion MX 7.0 bietet einige bedeutende neue Funktionen sowie Verbesserungen an den vorhandenen.

Schneller einsatzbereit

Ein Schwerpunkt dieses Releases liegt darauf, sich auf neue Coldfusion-Entwickler einzustellen und sie schneller arbeitsfähig zu machen. Einfachheit war bereits einer von CFs wichtigsten Trümpfen, nun gibt es auch noch ausgezeichnete Materialien für Anfänger. Zwei voll funktionsfähige Beispiel-Anwendungen sind erhältlich und sie führen sehr gut die neuen Funktionen zusammen mit den Best Practices beim Programmieren vor. Eher eine von Coldfusions Schwachstellen ist, dass man es so leicht einsetzen kann und neue Entwickler manchmal schlechten Code schreiben. Diese gut ausgeführten Beispiele werden hoffentlich dazu beitragen, das zu vermeiden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag darin, Entwicklern sehr mächtige Präsentationsfunktionen an die Hand zu geben. Dinge wie Flash-basierte Formulare und Erzeugung von PDF-Dateien sind jetzt sehr einfach. Und bei vorhandenen Präsentationselementen wie Diagrammen und Grafiken wurden die Funktionen erweitert.

Macromedia hat dennoch die fortgeschrittenen Coldfusion-Entwickler nicht vergessen. Auch wenn CF von neuen Entwicklern leicht zu verstehen ist, kann es doch auch bis zu extrem ausgefeilten Unternehmensapplikationen gehen. Die Liste großer Kunden, die Coldfusion einsetzen, umfasst JP Morgan, NEC, Reebok, Victoria’s Secret, die Bank of America und viele andere. CFMX 7.0 bringt einige beeindruckende neue Funktionen mit, darunter die Fähigkeit, SMS-Textnachrichten zu versenden und die Entwicklung von Nicht-HTTP-Event-Gateways.

In CFMX 7.0 wird im Wesentlichen der Code der sehr ausgereiften Version 6.1 verwendet. Der größte Teil des Codes wurde nicht verändert, der Fokus lag darauf, neue Funktionen hinzuzufügen. Damit verspricht Version 7.0, stabil und abwärtskompatibel zu sein. Eine relativ große Applikation (60.000 Programmzeilen), die auf 6.1 gut lief, lief beim Test auch auf 7.0 innerhalb von nur 10 Minuten.

Themenseiten: Anwendungsentwicklung, Software, Webentwicklung

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