Handy-Krise bei Siemens belastet Infineon

Unternehmen will dennoch operativ ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen einfahren

Das schwache Handy-Geschäft von Siemens hinterlässt auch bei Infineon Spuren. Dennoch bekräftigte der Halbleiterproduzent sein Gewinnziel. Der Chipproduzent Infineon spürt die Krise im Handy-Geschäft von Siemens. «Siemens ist ein wichtiger Kunde für uns, der zuletzt Marktanteile verloren hat», sagte Infineon-Finanzvorstand, Peter Fischl, der «Börsenzeitung». Dies schlage sich auch bei Infineon durch, fügte er hinzu.

Fischl bekräftigte zudem die Gewinnprognosen: «Wir haben weiterhin das Ziel, in diesem Jahr operativ ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zu erwirtschaften.» Der Halbleitermarkt sei derzeit jedoch nicht «besonders hilfreich», beklagte er.

Die Sanierung der Glasfaseraktivitäten, die nicht an Finisar veräußert wurden, beläuft sich laut Fischl auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Am 26. April veröffentlicht das Münchener Unternehmen die Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Dann will Infineon auch nähere Informationen zu den Restrukturierungskosten bekannt geben.

Im ersten Geschäftsquartal verbuchte Infineon ein Umsatzminus von neun Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen erhöhte sich indes im Jahresvergleich von 113 Millionen auf 211 Millionen Euro. Im Januar hatte der Konzern angekündigt, drei Standorte der defizitären Glasfaser-Sparte zu schließen, darunter die Werke in München und Berlin.

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