Microsoft verklagt Phisher

Softwareriese verstärkt Kampf gegen Betrüger-Sites

Der US-Softwareriese Microsoft geht jetzt auf gerichtlichem Wege gegen Online-Betrüger, so genannte Phisher, vor. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden bei einem US-Bezirksgericht im Bundesstaat Washington insgesamt 117 Klagen gegen Internet-Sites eingebracht, von denen in der Vergangenheit Phishing-Attacken ausgegangen sind. Da die Betreiber der Pages unbekannt sind, wurden die Klagen als so genannte „John-Doe-Klagen“ eingebracht. Zweck der Übung ist es, vorerst die Identität der Betreiber festzustellen.

Phishing, das Ausspionieren von Passwörtern besonders über E-Mails, wird zunehmend von der Öffentlichkeit als Bedrohung der Internet-Nutzer wahrgenommen. „Phisher“ locken ihre ahnungslosen Opfer auf gefälschte Websites, wo die User dann dazu verleitet werden, heikle persönliche Informationen wie Kreditkarten- oder Sozialversicherungsnummern preiszugeben.

Der Zweck der nunmehr von Microsoft eingebrachten Klagen ist es herauszufinden, wer für diese gefälschten Websites, die Sites von Banken oder Kreditkartenunternehmen täuschend echt nachempfunden sind, verantwortlich ist. Die Betreiber sollen dann in einem zweiten Zug vor Gericht gestellt werden. Neben der juristischen Front arbeitet Microsoft auch an Technologien, die User vor Spam und Spyware besser schützen sollen.

ZDNet bietet im Rahmen eines Phishing-Specials Informationen über die Bedrohung und Hinweise, wie man sich wirksam davor schützt.

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2 Kommentare zu Microsoft verklagt Phisher

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  • Am 4. April 2005 um 15:38 von o-brian

    Wer auf pishing reinfällt…
    Wer auf pishing reinfällt ist selbst schuld. Banken und andere Institute fragen die Daten der Benutzer eh meist per Post also Brief oder ähnliches ab. Sowie die Aktualisierung der Daten. Zudem sind bei Ebay keine Aufforderung zur verifizierung der Benutzerdaten per E-Mail versand worden das macht der Benutzer meistens direkt auf der Webseite des originalen Ebays. Wer seine Kreditkarten-Daten und sonstige Daten im Internet verstreut ist selbst schuld. Und ausserdem kann man in JEDEM Webbrowser sehen wohin ein link geht wenn man mit der Maus darüber geht ohne den Link anzuklicken. An den Adressen im Link kann man meistens schon erkennen das es sich um eine pishing Mail handelt oder ob diese Mail zum eigentlichen Provider gelinkt ist.

    • Am 11. April 2005 um 14:01 von Major-X

      AW: Wer auf pishing reinfällt…
      Die Aussage "Wer auf Pishing reinfällt ist selber schuld" trifft in keiner Weise zu.
      Die Behauptung dass man die Originalität einer Homepage über den Link erkennt ist mehr oder weniger falsch.
      Das Problem ist dass es leider immer noch Möglichleiten gibt, parallel Hompagenamen zu beantragen die genauso in der Browserleiste angezeigt werden wie die "Originalen". Zu diesem Punkt kann man sogar Artikel lesen!
      Desweiteren fallen die Internt-User wegen ihrer Unkenntnis von relativ banalen Dingen auf Pisher rein. Man sollte sich lieber Gedanken machen wie man diese User über Begriffe wie "pishing" etc. erst einmal aufklärt bevor man den Rest der Bevölkerung für dämlich hält.
      Zudem denke ich dass die Meisten die solche überheblichen Texte schreiben, wie sicher sie sich doch fühlen weil sie angeblich alles wissen, am Ehesten auf Betrüger reinfallen :)

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