Torvalds ruft zu regelmäßigeren Performance-Tests auf

Leistungsmindernder Code im Linux-Kernel soll so besser identifiziert und überarbeitet werden können

Linux-Schöpfer Linus Torvalds hat zu regelmäßigeren Performance-Tests des Linux-Kernels aufgerufen. Dadurch soll es einfacher werden, Code zu identifizieren und zu überarbeiten, der sich negativ auf die Geschwindigkeit des Betriebssystems auswirkt.

Die Diskussion wurde ausgelöst, als Intel-Mitarbeiter Kenneth Chen Benchmarks für unterschiedliche Versionen des Linux Kernels 2.6 veröffentlicht hat. Demnach sind die Versionen 2.6.11, 2.6.9, 2.6.8 und 2.6.2 um 13, sechs, 23 und ein Prozent langsamer als der Kernel 2.4, der um einige Features von 2.6 erweitert bei Red Hat Enterprise Linux zum Einsatz kommt.

Laut Torvalds sind genauere Ergebnisse notwendig, um festzustellen, durch welchen Code die gravierenden Performance-Unterschiede verursacht werden. Einen Mitstreiter scheint der Linux-Schöpfer schon gefunden zu haben: „Ich werde mein Management darüber informieren, dass Linus täglich Performance-Daten sehen möchte“, so Kenneth Chen von Intel.

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5 Kommentare zu Torvalds ruft zu regelmäßigeren Performance-Tests auf

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  • Am 31. März 2005 um 15:39 von Dave M.

    nötig?
    Hmm… also ich weis nicht, ob das wirklich sinnvoll ist ab einem Leistungsverlust von vielleicht unter 10% extra größere Eingriffe bzw. Codeänderungen vorzunehmen, die vielleicht erstrecht sicherheitsrelevante Bugs und/oder andere Probleme auslöst. Klar kann man sich der Sache versuchen anzunehmen, aber nicht unbedingt soetwas anderen Neuerungen vorran stellen.

    • Am 1. April 2005 um 10:41 von Kay Urbach

      AW: nötig?
      So einfach würde ich diese Frage nicht abtun.
      Schliesslich sind wir durch den technischen Fortschritt heute an einem Punkt angekommen, wo wir sagen müssen: "Vielleicht ist in einigen Monaten/Jahren Schluss". ("Stichwort: Halbleitertechnik")
      Wenn ein Namhafter Prozessorhersteller die Produkte umbenennt, weil die Taktfrequenz nicht mehr beliebig steigerbar scheint, gerade dann kommt es im Bereich Performance auf die Geschwindigkeit an, die die Software (in diesem fall das BS) ermöglicht.

      Da werden aus 10% ganz schnell 20% usw.

      Und die Geschwindigkeit eines BS sollte doch genausowichtig sein wie die Geschwindigkeit einer CPU. Ich kaufe doch auch kein Auto, wenn der Hersteller vergessen hat die Handbremse zu lösen, und kein Hebel dafür da ist. (Egal, ob Soft- oder Hardware-Bremse, und lassen wir MS mal außen vor…)
      Und bevor ich das Auto auseinander nehme, warte ich lieber bis der Fehler beseitigt wurde, und kaufe mir dann eins.

      Die Bedenken, das Bugs entstehen, die kann man meines Erachtens ausserdem bei jedem Kernel-Update genauso haben.
      Jedoch wird jeder Kernel bevor er freigegeben wird, auf Mark und Bein getestet, bis ihm schlecht wird. Warum also nicht in diesem Fall? Und warum sollte ausgerechnet hier der Linux-Mega-Bug drin stecken?

      Torvalds trifft die einzig richtige Entscheidung.
      Bleibt zu hoffen, daß die Performance-Bremsen ausbleiben, und außerdem die vorhandenen Speedkiller ausgemerzt werden.

    • Am 1. April 2005 um 10:52 von Lukas Rüegg

      AW: AW: nötig?
      Kay Urbach….. 1a erklärung! Könnt’s nicht besser.

    • Am 6. April 2005 um 11:33 von Kay Urbach

      AW: 1a
      ich fühl mich geschmeichelt – als Hobbyamateur was brauchbares verfasst zu haben ;)

  • Am 1. April 2005 um 14:29 von Christoph

    1. April?
    Was sonst …

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