HP verklagt Tinten-Refiller

Unternehmen sollen Patente verletzt und irreführende Werbung betrieben haben

Hewlett-Packard hat in den USA Klage gegen Inkcycle und Rhinotek eingereicht. Die Unternehmen füllen leere HP-Tintenpatronen erneut auf. Inkcycle soll mit seiner Tinte drei Patente der Kalifornier verletzt haben, Rhinotek benutzt angeblich Verpackungen, die auf neues Verbrauchsmaterial schließen lassen.

Das Wiederauffüllen leerer Tintenpatronen stellt für Druckerhersteller wie HP ein ernstzunehmendes Problem dar, da die Einnahmen aus Verbrauchsmaterialien ein wichtiger Faktor beim Verkauf von Druckern sind. Gary Peterson von GAP Intelligence geht davon aus, dass zehn bis 15 Prozent der Cartidges neu aufgefüllt werden.

HP will erreichen, dass Inkcycle die angebliche Verletzung der Patente stoppt und verlangt Schadensersatz sowie die Begleichung der Anwaltskosten. Brad Roderick, Vice President of Marketing bei Inkycle sagte, dass mit einer außergerichtlichen Einigung in Kürze zu rechnen sei.

Der Rhinotek-Fall ist etwas anders gelagert. HP verlangt, dass auf den Verpackungen die Worte „gebraucht“ oder „aufgefüllt“ gut sichtbar platziert werden. Außerdem will das Unternehmen die Gewinne, die während der Nutzung der angeblich irreführenden Verpackungen erzielt wurden. Bei Rhinotek war niemand für einen Kommentar zu erreichen.

Verglichen mit Lexmark war HP beim Umgang mit Tinten-Refillern in der Vergangenheit weniger aggressiv und hat seinen Konkurrenten für sein Vorgehen sogar kritisiert. Lexmark wollte die Urheberrechtsgesetzgebung „Digital Millenium Copyright Act“ dazu nutzen, gegen solche Unternehmen vorzugehen. Pradeep Jotwani von HP sagte, dass das Gesetz dazu zu weit gedehnt werden müsse und es eigentlich eher zum Schutz von Filmen, Musik und Software konzipiert wurde.

Themenseiten: Business, Hewlett-Packard

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14 Kommentare zu HP verklagt Tinten-Refiller

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  • Am 29. März 2005 um 13:22 von pumuckl

    Rotzfreche Behinderung der Refills
    Was ist mit der EU-Bestimmung zur Nachfüllbarkeit von Tintenpatronen? Exakt der andere Weg wird offensichtlich von HP beschritten.

    Liebe Freunde von HP, wir haben die Schnauze voll von Euren unverschämten Tintenpreisen. Es wird höchste Zeit, dass Euch der etwas schärfere Wind des Wettbewerbs um die Nase weht.

    Hoffentlich werden die Sesselfurzer in den Büros der EU bei den anstehenden Prozessen endlich wach und bringen das überfällige Gesetz zur Förderung von Tinten-Nachfüllsets .

    • Am 29. März 2005 um 14:22 von Dave M.

      AW: Rotzfreche Behinderung der Refills
      Ohh ja, ein GESETZ zum refillen! Okay, alles klar!
      Aber bevor das kommen kann, brauchen wir erstmal ein Gesetz, dass Worten der Regierung auch Taten folgen MÜSSEN! Und Versprechen auch gehalten werden müssen!

      Man sollte nicht mit sinnlosen Gesetzen umsich schmeissen, sondern was tun!
      Was HP und Co. machen sollten, ist den Leuten, die günstiger ihre Tinte anbieten können, mal fragen, wie sie das schaffen. Denn bekanntlich sind die "noname"-Tinten aller meist genauso gut (wenn nicht sogar teils besser) als die Originalen!
      Das Konzept der Nachfüllung der Patronen sollten HP und Konsorten lieber aufgreifen um so ein besseren Preis für die Kunden machen!
      Allerdings… So lange man sich die Finger noch schmutzig macht bei nachfüllen, mach ich es nicht. Bzw. hole mir Patronen von alternativen Herstellern, wie Pelikan oder was weis ich (Perl).
      Um diesen Trend entgegen zu wirken, sollten sich die Druckerhersteller, was neues einfallen lassen, ohne erst wieder tausende von Patenten anzumelden und dann kleinfinderisch bei der Kongurenz schauen, was sie kopiert haben, und wogegen sie wieder klagen können! Die Leute da übern großen See sind meiner Meinung nach eh alle etwas Anwalts- und Gerichtsgestört! Was denen nicht passt, wird eingeklagt, anstatt sich mal n Kopf zu machen, was sie denn falsch gemacht haben und den Fehler mal bei sich suchen!!!

    • Am 29. März 2005 um 15:33 von ICU

      AW: AW: Rotzfreche Behinderung der Refills
      Das Problem ist doch, dass HP&Co nur noch mit den Patronen an den Druckern verdienen und nicht mehr mit dem Verkauf von Druckern.
      Keiner kann mir erklären, dass er für 39 EUR einen kompletten Drucker INKL. Erstpatrone bauen kann und die Aufwände für EINE Tintenpatrone dann bei 45 EUR liegen ;-) Die Erklärung kann auch HP oder Lexmark nicht abgeben ;-)
      Einerseits möchte der Kunde billge Drucker und andererseits auch billige Tinte. Die Lösung wäre wahrscheinlich: Drucker wieder über 100 EUR und die Tinte für 25 ?!?!?! Oder wie?
      Aus dem Problem kommen HP und Co auch nicht, wenn sie selbst Refillsets anbieten würden. Die müssten ja wieder 45 EUR kosten, damit die Quersubventionierung von Druckerverkauf und Tintenverkauf wieder funktioniert. Also kann man nur hoffen, dass noch genug Leute Originaltinte zu überhöhten Preisen kauf, das so noch billige Drucker gebaut werden und der Rest der Leute kauft vom Spezialisten die billige Tinte :)

      ICU

    • Am 29. März 2005 um 19:30 von Thomas Rothe

      Druckerpreise
      Allso, mein HP950 hat vor ca. 4 Jahren 500,- DM gekostet, was wahrlich nicht billig war. Trotzdem hat diese Serie die teuersten Patronen. Gegenüber der 8-er Serie wurde da nochmal tüchtig zugelegt. Heutzutage kostet ein Canon IP 4000 unter 150,- Eur. Und die haben es nicht nötig sich so affig zu gebärden. Übrigens, die EU-Auflage zur Nachfüllbarkeit von Tintenpatronen soll m.E. ab 2006 gelten, ich befürchte aber nicht für meinen 950 :-(

  • Am 29. März 2005 um 19:02 von Fritz

    Weg mit den Subventionen!
    Genau das will ich: Drucker zu einem vernünftigen Preis, der NICHT mehr über teure Verbrauchsmaterialien subventioniert wird – genau so, wie ich gern einen billigen Handy-Vertrag ohne Grundgebühr und Mindestnutzung haben möchte, der NICHT ein 1-Euro-Handy subventioniert.

    • Am 29. März 2005 um 20:09 von pumuckl

      AW: Weg mit den Subventionen!
      VÖLLIG RICHTIG! Die bisherige "Subventionsmasche" ist eine Riesenverarsche, wobei HP trotz der "fast verschenkten" Drucker (besserer formuliert: Plastikmüll) einen großartiges Geschäft mit dem vergoldeten Tinten-Pipi macht.

  • Am 29. März 2005 um 19:18 von Gunther Groß

    Wiederauffüllen von Tintenpatronen
    Die Originalpatronen von HP sind doch ziemlich teuer,wenn sie etwas preiswerter wären,müsste man nicht auf Refiller zugreifen,Gunther.

  • Am 29. März 2005 um 20:05 von Torsten

    HP verklagt Tinten-Refiller
    Leider haben die Leute es erst jetzt begriffen, die bilige drucker wünschen, auch den hohen Preis für Tinte zu zahlen haben, den Irgenwo muß man ja Geld verdienen
    bei canon ist es genau richtig angemessener Druckerhadwarepreise und die Tinte im richtigen Verhältnis.
    Die Eu Antrag hat folgendes zum ziel keine Subvetionierter Drucke und daher gerechte Druckerfarbe

  • Am 30. März 2005 um 1:20 von Andreas Terveen

    HP & Co machen keinen Fehler
    Hallo Leute
    HP & Co machen keine Fehler, wenn sie ihre Tintensets zu hohen Preisen verkaufen – daß ist Absicht!!
    Wer es immer noch nicht begriffen hat: HP & Co verfahren nache dem Motto: "Verschenke die Petroleumlampe und verkaufen den Brennstoff dafür teuer"
    So etwas nennt der Betriebswirtschaftler "Gewinnmaximierung".
    Und die funktioniert deshalb so gut, weil die meisten Leute nicht rechnen können oder nicht nachrechnen wollen.
    Originalzitat: "Laserdrucker sind ja so teuer, da krieg ich ja 5 oder 6 Tintenstrahler dafür. Und ’ne Patrone kostet auch nur 1/3 soviel wie ’ne Tonerpatrone".

    Solange HP & Co genug Dumme finden, die ihre Verkaufsmasche nicht durchschauen, solange wird sie weiter praktiziert. Da hilft kein Heulen und kein Jammern.
    Und solange einfältige User meinen, sie müßten im modernen Büro auf jeden Fall auch farbig drucken können (um jeden Preis), solange werden die Herren HP & Co super gute Geschäfte machen.

    Die einzigen, die einen Fehler machen, sind wir User, wenn wir uns einen Tintenstrahldrucker zulegen, weil wir unüberlegterweise meinen, der sei günstiger als ein Laserdrucker.

    Ergo: Wir sind schuld, wir machen den fehler, nicht HP & Co.

    • Am 30. März 2005 um 7:56 von Bajazzo

      AW: HP & Co machen keinen Fehler
      …oder man kauft sich anständige Drucker, für die es Nachbau-Patronen ohne Lizenzgerangel zu vernünftigen Preisen gibt. Canon scheint damit gut leben zu können, Drucker etwas teurer, aber preis-WERT zu verkaufen und bietet bei den eigenen, teureren Patronen halt auch eine etwas bessere Qualität, aber immer noch zu halbwegs vernünftigen Preisen.
      Wenn WIR keine "Öllampen" von Lexmark, HP, Epson (in dieser Reihenfolge) mehr kaufen, geht denen vielleicht auch ein Petroleumlicht auf.

    • Am 30. März 2005 um 9:15 von stefan

      AW: AW: HP & Co machen keinen Fehler
      genau! ich hab mir vor monaten einen canon gekauft und den hp verschenkt (gekauft hat ihn ja keiner) :)
      ersatzpatronen (jeweils 2 von allen 5 farben) für 18 teuro! für den preis lohnt sich auch das selbst auffüllen nicht mehr.

    • Am 31. März 2005 um 8:22 von golobengler

      AW: HP & Co machen keinen Fehler
      Das Problem bei dieser Geschichte liegt aber auch in den Firmen, die ihren Usern aufgrund fehlender Richtlinien erlauben auf Tintenstrahlen auszudrucken. Die Folge davon ist, daß auch Screenshots mal "eben so" ausgedruckt werden. Und das kostet ne Menge Tinte. Das den Usern abzugewöhnen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

  • Am 30. März 2005 um 5:06 von der drücker

    zeigt ihnen doch die effe, den saftverkäufern
    wo ist das problem? selber schuld wer immer den neuesten dödeldrucker auf dem tisch stehen haben muß. ich habe einen 8 jahre alten epson stylus color 600 und die patronen dafür gibts schon ab einem euro und die originale auf ebay auch super billig. druckergebnis ist ok, vielleicht nicht ganz so fix wie bei einem neuen aber völlig ausreichend für’n hausgebrauch. für einen bekannten kam jetzt ebenfalls so ein gebrauchter für 10€ her und auch der druckt prächtig günstig. also soll hp den teuersten saft der welt doch an sonste_wen verkaufen. over and out.

    der drücker

  • Am 30. März 2005 um 6:35 von Ulrich

    Refiller
    Tja, vielleicht sollten HP (und die anderen Hersteller auch)bei ihrer Preispolitik für Tintenpatronen doch mal nicht Preise wie für "Goldfüllungen" nehmen; vielleicht selber Refilltinte zum Normalpreis anbieten; eine Überlegung wäre es schon wert.

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