Antivirus-Tools schützen nur unzureichend vor Spyware

"Die Anwendungen wissen nicht, ob Software mit dem Einverständnis des Nutzers installiert wurde"

Vor dem Hintergrund des kürzlich bekannt gewordenen 300-Millionen-Euro-Diebstahlversuchs bei der Sumitomo Mitsui Bank haben Sicherheitsexperten davor gewarnt, dass Antivirus-Anwendungen Probleme bei der Erkennung von Spyware haben. Dazu zählen beispielsweise Tools, die Tatstatureingaben mitloggen. Diese sollen auch bei dem versuchten Einbruch eine Rolle gespielt haben.

„Obwohl Antivirus-Software ein Gefühl von Schutz gibt, müssen die Leute verstehen, dass es eine trügerische Sicherheit ist“, so Chief Information Security-Analyst Paul Wood von Message Labs. „Antivirus-Hersteller haben Probleme beim Umgang mit Spyware. Die Tools wissen nicht, ob Software mit dem Einverständnis des Nutzers installiert wurde.“

Den geplanten Diebstahl bei der Sumitomo Mitsui Bank hat die britische Polizei vereitelt. Ein 23-jähriger wurde in Israel bereits festgenommen. Ihm werden Diebstahl und Geldwäsche zur Last gelegt. Gegen andere Verdächtige wird derzeit ermittelt.

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3 Kommentare zu Antivirus-Tools schützen nur unzureichend vor Spyware

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  • Am 21. März 2005 um 20:07 von Thomas Rothe

    Spyware
    Wenn die Rechteverwaltung unter Windows richtig funktionieren würde bzw. wenn alle Programme diese korrekt unterstützen würden, dann könnte sich kein Programm unbemerkt installieren. Auch mein XP-Pro läuft permanent im Administrator-Modus weil es einfach nervt, daß die meisten Programme mit Benutzerrechten einfach nicht laufen.

    • Am 22. März 2005 um 2:10 von kommt schon mit XP!

      AW: Spyware
      Microsoft installiert bereits mit dem Betriebssystem Spyware, leicht mit AdAware herauszufinden.

      In sehr vielen Fällen installiert sich Spyware ""nicht"" unbemerkt, sondern als Teil von Softwareinstallationen. Dabei werden auch immer öfters Host-Adressen umgebogen.

      Heutzutage telefoniert fast alle Software nach hause bei der Installation.

      Da hilft nur wärend jeder Installation Trafic stoppen(ZoneAlarm) oder Stecker raus. In Stufe 2 stellt man die SW dann so ein, daß Kontakte nur wissentlich erfolgen können.
      In Stufe 3 läßt man Spyboot SD und AdAware drüber laufen. Sollte sich ergeben, daß mit dem Programm Adware / Spyware installiert wurde, fliegt das ganze Programm einschl. aller Registeryeinträge wieder raus!

  • Am 22. März 2005 um 8:13 von paternoster

    Hausfriedensbruch by M$
    Die Justiz hat es von Anfang an versäumt gegen den Hausfriedensbruch durch den PC-Anschluss und damit gegen M$ als Haupttreiber vorzugehen.
    Als Lösung hilft inzwischen fast nur noch PC-Boykott, denn der Nutzen steht inzwischen in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand für Knowhow und Kampf gegen immer mehr Bedrohungen durch den PC.

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