US-Justizministerium feiert Erfolge gegen Online-Piraterie

Angeklagtem drohen zehn Jahre Haft

Das US-Justizministerium hat die dritte Verurteilung im Rahmen seiner seit dem Vorjahr laufenden Kampagne gegen Online-Piraterie vermeldet. Laut Mitteilung des Ministeriums hat sich ein 24-Jähriger vor einem texanischen Gericht der ihm zur Last gelegten Delikte für schuldig bekannt. Joshua Abell, ein Mitglied der so genannten Warez-Szene, drohen bei seiner endgültigen Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Das Strafmaß soll am 26. Mai verhängt werden.

Gruppen aus der Warez-Szene gelten als Erstverteiler von raubkopierten Filmen, Software, Spielen und Musiktiteln. Von den Servern dieser Gruppen werden die gestohlenen Produkte in der Regel binnen Stunden via Internet online verteilt. Die Gruppen sind streng hierarchisch und durchorganisiert und haben als einzigen Daseinszweck die illegale Verbreitung von raubkopierten Produkten.

Die USA haben im Vorjahr gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden aus zehn weiteren Ländern zu einem umfangreichen Schlag gegen die internationale Online-Piraterie ausgeholt. Dabei waren unter dem Codenamen Fastlink 120 Durchsuchungen vorgenommen und 100 Verdächtige als Übeltäter identifiziert worden. Mehr als 200 Computer, darunter 30 Server, sind beschlagnahmt worden. Die Aktion fand in 27 US-Bundesstaaten sowie in Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Israel, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und Singapur statt. Später hat sich auch Spanien der Aktion angeschlossen.

Vor Abell waren bereits ein Mann in Iowa sowie ein Mann in Florida vor Gericht gestanden. Beide hatten sich ebenfalls schuldig bekannt. Das Justizministerium feierte seinen Erfolg vor Gericht: „Die Verurteilung, die nunmehr dritte in Zusammenhang mit Fastlink, zeigt unser Bestreben, aggressiv gegen Delikte in Zusammenhang mit geistigem Eigentum vorzugehen“, erklärte Christopher Wray vom Justizministerium. „Das Ministerium hält daran fest, alle Formen des geistigen Diebstahls, auch Piraterie über das Internet, zu verfolgen. Das Schuldbekenntnis des Angeklagten soll ein klares Signal an andere sein, dass Online-Piraterie geahndet wird“, sagte Wray.

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