Siemens verkauft IT-Tochter Sinitec

1100 Beschäftigte gehen an die mittelständische IT-Wartungsfirma A&O

Der Siemens-Konzern verkauft im Rahmen der Sanierung seines IT-Dienstleisters SBS die Tochterfirma Sinitec mit 1100 Beschäftigten. Erwerber ist die mittelständische IT-Wartungsfirma A&O.

„Wir sind überzeugt, dass die Sinitec-Gesellschaften in dem neuen Umfeld künftig bessere Zukunftsperspektiven haben werden“, sagte SBS-Chef Adrian von Hammerstein am Donnerstag in München. SBS will mit der Konzentration auf höherwertigen Service aus den roten Zahlen kommen.

SBS war im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 der einzige Siemens-Bereich mit Verlusten. Als Konsequenz kündigte der Bereich unter anderem die Streichung von 600 Arbeitsplätzen bei Sinitec an. Dieser Schritt wurde auch mit einer ständig schrumpfenden Nachfrage begründet. Unter anderem wegen der sinkenden Störanfälligkeit von Computern gebe es Überkapazitäten in der Branche. Durch die Integration bei a&o könne Sinitec nun besser Kunden außerhalb von Siemens gewinnen, erklärte a&o-Geschäftsführer Michael Müller.

Siemens gab zudem bekannt, in den nächsten drei Jahren den Betrieb der IT-Infrastruktur aller Konzernbereiche an SBS zu übergeben. Auf diesem Weg sollten die Kosten um einen dreistelligen Millionenbetrag gedrückt werden. Derzeit betreiben einige Bereiche ihre IT noch selbst.

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2 Kommentare zu Siemens verkauft IT-Tochter Sinitec

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  • Am 3. März 2005 um 22:23 von Gustav Grewe

    Informationsgesellschaft nach Gutsherren Art
    Hoffentlich ist diese Nachricht den armen Teufeln bei Sinitec ebenfalls inzwischen bekannt. Die Informationen in diesem Bereich schienen bisher ziemlich zu klemmen.

    Ist es nicht schön, wenn man bereits heute weiß, wo man morgen arbeitet? :-)

  • Am 16. April 2005 um 11:12 von Stefan

    Verkauf von Sinitec an A&O
    Wie ich feststellen muss entwickelt sich die A&O immer mehr zur Abwicklungsgesellschafft (wie entledige ich mich meiner Mitarbeiter am günstigsten). Erst wird den Mittarbeitern das ganze als "positive Nachricht" verkauft, dann werden Mitarbeitern Arbeitsverträge mit extrem Verschlechterten Bedingungen angeboten. Auch der neue Firmenname der gesucht wird dient wohl nur dazu, daß die Firma nicht mehr mit Siemens in Verbindung gebracht wird. Dadurch bekommt auch Siemens keine negative Presse.

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