KPN will nach Gewinneinbruch Tausende Stellen streichen

Weiterer Rückgang des operativen Ergebnisses für 2005 prognostiziert

Der niederländische Telekomriese KPN, Mutterkonzern des deutschen Mobilfunkers E-Plus, reagiert mit Stellenstreichungen auf den Gewinneinbruch des abgelaufenen Geschäftsjahres. „Wir rechnen damit, dass ein jährlicher Abbau des Personalbestands im Bereich zwischen 1500 und 1750 Beschäftigten bis zum Jahr 2010 leider unvermeidlich sein wird“, sagte KPN-Chef Ad Scheepbouwer. KPN erwarte sich ab dem Jahr 2010 jährliche Einsparungen in Höhe von 850 Millionen Euro, teilte das Unternehmen heutemit. Das Unternehmen kündigte für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 0,35 Euro an.

Der Telekomriese hat im Geschäftsjahr 2004 beim Umsatz einen Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,1 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Der Gewinn brach um fast die Hälfte auf 1,51 Milliarden Euro ein. Im Vorjahr hatte unter dem Strich ein Ergebnis von 2,73 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Allein im vierten Quartal schmolz der Gewinn von 1,64 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 479.000 Euro zusammen. Der Quartalsumsatz stagnierte dagegen bei gut drei Milliarden Euro. Als Wachstumsträger erwiesen sich der Mobilfunk- und Breitbandbereich. Die Mobilfunksparte konnte im Gesamtjahr beim Umsatz um 6,2 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zulegen. Im Breitbandbereich wurde die Zahl der ADSL-Verbindungen auf 1,4 Millionen verdoppelt.

Laut Scheepbouwer will sich KPN im laufenden Geschäftsjahr vor allem auf die Weiterentwicklung von Breitband und Internettelefonie konzentrieren. Die dafür nötigen Investitionen sollen zwar kurzfristig negative Auswirkungen auf die Profitabilität haben. Die Ausrichtung bringe aber eine bessere Positionierung auf dem Markt und größere Erträge in der Zukunft, so Scheepbouwer. Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte der Konzern einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBITDA) im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz soll dagegen auf Vorjahresniveau stagnieren.

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