CeBIT: Hausnetz als multimediale Steuerzentrale

Twonky Media vernetzt Hifi-Anlagen, TV-Geräte, MP3-Player mit PCs

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) haben ein Hausnetz als Transportmedium für Multimedia-Inhalte entwickelt. Der „Twonky Media“-Server ist eine Weiterentwicklung auf Basis von UPnP (Universal Plug and Play) und soll drahtlos Musik, Bilder oder Videos vom PC im Büro auf dem Fernseher oder auf der Stereoanlage in anderen Räumen zeigen. Dabei soll die standardisierte Middleware als Brückenschlag zwischen Hifi-Anlagen, Fernsehern, MP3-Playern, Netzwerkfestplatten und PCs dienen.

Laut FOKUS gibt es bereits Medien-Adapter, die dank UPnP Multimediainhalte organisieren können. Die bisherigen Lösungen sind aber für den Verbraucher schwer zu handhaben, da jedes Gerät unterschiedlich bedient werden muss und eine eigene Software nutzt. „Um diesen Wildwuchs zu vermeiden, haben wir einen Media-Server entwickelt, der eine Vielzahl von Geräten unterschiedlichster Hersteller bedienen kann“, erklärt Christian Gran, Projektleiter am FOKUS.

Den FOKUS-Wissenschaftlern geht es vor allem darum, dass verschiedene Endgeräte auch auf verteilte gespeicherte Multimediadaten zugreifen können. „Unser Media-Server ist nicht nur auf den PC beschränkt, in Zukunft sollen auch mobile Endgeräte damit koordiniert werden“, so Gran. Die dezentrale „Intelligenz“ des Systems lässt daher auch andere Szenarien zu. So sollen via Handy oder Personal Digital Assistent (PDA) aus der Ferne Multimedia-Daten von zu Hause abgerufen werden, oder Musikstücke von der heimischen Festplatte geholt oder Videorekorder per Funkanweisung gestartet werden. Erstmals präsentiert wird das System „Twonky Media“ auf der CeBIT 2005 (10. bis 16. März) in Hannover.

Themenseiten: CeBIT, Messe, Telekommunikation

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