Telekommunikation: BT-Chef fordert offene Standards

Proprietäre Technologien sollen der Vergangenheit angehören

BT Wholesale-CEO Paul Reynolds machte sich auf dem „21st Century Communications World Forum“ dafür stark, neue IP-basierte Netze auf offenen Standards aufzubauen und die bislang im TK-Bereich vorherrschende Kultur proprietärer Systeme über Bord zu werfen.

Die BT Group arbeitet derzeit am Aufbau von „21CN“, einem IP-basierten Netzwerk, das die vorherrschende Infrastruktur komplett ersetzen soll. Die von Reynolds geforderten Maßnahmen werden hier bereits umgesetzt: Die beteiligten Netzwerkausrüster und Software-Produzenten haben ihre Quellcodes offen gelegt.

Reynolds warnte in diesem Zusammenhang davor, dass nur Zulieferer in Frage kommen, die nachweisen können, dass ihr Equipment mit dem von Konkurrenten problemlos zusammenarbeitet. „Unsere Branche wurde zu lange von großen Telkos dominiert, die mit Herstellern von proprietären Lösungen zusammengearbeitet haben“, so Reynolds.

Die BT Group ist der erste Telekommunikationskonzern in Europa, der seine alten Netze komplett durch eine IP-Infrastruktur ersetzen will. In diesem Zusammenhang gibt es aber auch mahnende Stimmen. So wird befürchtet, dass die BT Group ihre dominierende Position dadurch noch weiter ausbauen könnte. Eine Untersuchung der Regulierungsbehörde läuft bereits.

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