3GSM: Linux soll günstigere Smartphones ermöglichen

Entwicklung werde von Netzbetreibern angestoßen

Infineon, Samsung und Trolltech haben auf der 3GSM in Cannes die Entwicklung des nach eigenen Angaben ersten 3G-Handys bekannt gegeben, das mit dem Open Source-System Linux betrieben wird. Der Prototyp unterstützt neben den grundlegenden Telefonie-Funktionen auch Videostreaming, das Surfen im Netz sowie 3D-Spiele auf Java-Basis.

Die Software-Plattform des Geräts setzt sich aus dem UMTS/EDGE-Stack von Infineon, einem von Samsung optimierten Linux-Kernel sowie von Montavista zertifizierten Treibern zusammen. Außerdem kommen die Qtopia-Software von Trolltech sowie Audio- und Videoanwendungen von Emuzed zum Einsatz.

Zwar haben die Unternehmen eine Massenfertigung des Handys derzeit nicht geplant, Netzbetreiber und Handyhersteller hätten aber großes Interesse an der Linux-Plattform gezeigt. „Linux wird sich im nächsten Design-Zyklus einen bedeutenden Anteil am Smartphone-Markt sichern, besonders durch die Offenheit und die niedrigen Kosten“, prognostiziert Professor Hermann Eul von Infineon Technologies.

Dr. Jürgen Paulus, Senior Manager of Product Marketing bei Infineon sagte, dass Linux im Vergleich mit Palm und Microsoft günstigere Smartphones ermöglichen könnte. Die Entwicklung werde hauptsächlich von den Netzbetreibern angestoßen, die mehr Kontrolle über ihre Plattformen wünschen. Paulus wies in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass Linux trotz des Hypes im Mobilfunkbereich nach wie vor eine Nischenrolle einnimmt.

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