Spyware-Entwickler nehmen Mozilla ins Visier

Die zunehmende Popularität der Browser hat auch ihre Schattenseiten

Der Gründer des Security-Unternehmens Sunbelt Software, Stu Sjouwerman, hat die nach eigenen Angaben erste Spyware entdeckt, die auf Mozilla-basierte Browser abzielt. Bereits seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, ob und wann sich auch die Schattenseiten der zunehmenden Popularität der Plattform zeigen.

Auch Richard Stiennon von Webroot Software hat sich mit der unerwünschten Anwendung beschäftigt. Er wies darauf hin, dass die Spyware nicht exklusiv auf den populären Firefox-Browser abzielt, sondern auf die Mozilla-Plattform generell.

Obwohl der User die Installation der Software manuell bestätigen muss, ist die davon ausgehende Gefahr doch nicht zu unterschätzen. Denn laut Sjouwerman wird im Vorfeld nicht deutlich, dass es sich um schädlichen Code handelt. Zwar könne man in diesem Fall noch nicht von einem richtigen Spyware-Angriff sprechen, es sei aber durchaus abzusehen, wohin die Entwicklung gehen wird.

Der Marktanteil von Mozilla hat in den letzten Monaten ständig zugenommen und lag im November bei 7,4 Prozent. Geht es nach den Plänen der Mozilla Foundation, sollen es Ende 2005 zehn Prozent sein.

Sjouwerman geht davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Spyware für Mozilla-Browser auftaucht, deren Installation vom User nicht mehr abgenickt werden muss. Es komme in diesem Zusammenhang allerdings darauf an, welche Sicherheitslücken in der Software auftauchen und wie schnell die Entwickler darauf reagieren.

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