Linux-Prozess: Richter verärgert über SCOs fehlende Beweise

Antrag von Big Blue auf abgekürztes Verfahren wurde aber trotzdem zurückgewiesen

Der im Fall SCO gegen IBM vorsitzende Richter Dale Kimball hat einen Antrag von Big Blue abgelehnt, das Verfahren abzukürzen und die Behauptungen des Klägers zurückzuweisen. Kimball hat jedoch scharf kritisiert, dass SCO bei einer Anhörung am Mittwoch wieder keine Beweise vorgelegt hat.

Trotz der bislang mangelnden Beweislage hielt Richter Kimball eine Abkürzung des Verfahrens für verfrüht. Er bezeichnete es jedoch als überraschend, dass SCO keine substantiellen Belege für die Behauptungen gegenüber IBM gebracht hat. SCO behauptet, dass Big Blue durch die Integration von Unix-Code in Linux einen Vertrag verletzt hat und fordert fünf Milliarden Dollar Schadensersatz.

Auf Urheberrechtsfälle spezialisierte Juristen sind sich einig, dass die Äußerungen des Richters für den Fall von SCO nichts Gutes verheißen. Die Wortwahl lege nahe, dass SCO einer Niederlage nur knapp entgangen ist. Obwohl IBM sich mit seinem Antrag nicht durchsetzten konnte, könne man nur schwer übersehen, dass SCO einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste.

Noch hat Big Blue aber nicht alle juristischen Optionen ausgereizt, um doch noch ein abgekürztes Verfahren durchzusetzen. Das Unternehmen könnte einen entsprechenden Antrag nach der Beweisaufnahme einfach erneut stellen.

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1 Kommentar zu Linux-Prozess: Richter verärgert über SCOs fehlende Beweise

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  • Am 10. Februar 2005 um 22:47 von Realist

    Aber Hallo, Hr. Richter….
    …was ist den mit Ihnen los?

    Ein Kläger, der ausser Märchen aufzutischen und Behauptungen aufzustellen noch keinen einzigen Beweis, jawohl!, noch nicht einen einzigen!!!, geliefert hat, dessen Klage sollte man sofort! abweisen.

    Dass zur Gerechtigkeit noch eine Unterlassungs-Verurteilung fehlt, versteht sich von selbst, sowie der Aussschluss einer Revision o.ä.

    Auf derartige "Geschäftemacher" (wollt ja nicht gleich nen Betrüger beleidigen) kann die Welt wohl verzichten.

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