Taiwans Notebookhersteller kämpfen um Aufträge

Produzenten opfern Margen für höheres Liefervolumen

Unter den taiwanesischen Notebookherstellern, die für den Großteil der weltweiten Produktion verantwortlich zeichnen, ist ein harter Konkurrenzkampf ausgebrochen. Um an Großaufträge der internationalen Konzerne zu kommen, schrecken die Hersteller offenbar nicht davor zurück, ihre Margen zu opfern und sich bei den Preisen gegenseitig zu unterbieten, berichtet das asiatische IT-Portal DigiTimes. So hat etwa Compal einen Großauftrag von HP an den Rivalen Quanta Computer verloren, das einen geringeren Verkaufspreis akzeptierte, um seine Lieferziele für das laufende Jahr erreichen zu können.

Taiwans Notebook-Industrie, die sich zum größten Teil der Auftragsherstellung widmet, ist in den vergangenen Jahren rapide gewachsen und wird laut den taiwanesischen Marktforschern des Market Intelligence Center (MIC) 2005 um weitere 21 Prozent zulegen. Taiwans Hersteller zeichnen mittlerweile für mehr als 70 Prozent der weltweiten Notebook-Produktion verantwortlich. Die meisten Produzenten setzen dabei auf eine massive Erhöhung ihrer Kapazitäten durch neue Werke in China.

Dagegen sind die durchschnittlichen Verkaufspreise seit Jahren im Fallen begriffen und stürzten von rund 1.066 Dollar im Jahr 2000 auf 650 Dollar im vergangenen Jahr ab. Mit den Preisen fielen auch die Margen. Mittlerweile verzeichnen nur noch drei der 15 taiwanesischen Hersteller Bruttomargen von mehr als sechs Prozent. Erst im vergangenen Jahr hat sich mit Foxconn außerdem ein weiterer Player auf dem Markt etabliert. Foxconn wird laut DigiTimes unter anderem für Sony, Acer und Lenovo produzieren. Für 2005 rechnet MIC weltweit mit 54,9 Millionen verkauften Notebooks.

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