Novells Linux-Strategie verunsichert Kunden

Befürchten Ende des Supports für ältere Applikationen

Novells Ambitionen im Linux-Bereich sorgen offenbar für Verunsicherung bei den Anwendern älterer Produkte des Unternehmens. Diese befürchten, dass der Softwarehersteller den Support für Netware oder Groupwise bald einstellen könnte.

Die Verantwortlichen bei Novell konzentrieren sich derzeit voll auf ihre Linux-Produkte. Der für Mitte Februar angekündigte Novell Open Exchange Server soll Funktionen aus Netware und Suse Linux Enterprise Server 9 zusammenfassen. Kunden befürchten allerdings, dass der Support für alte Novell-Anwendungen, deren Funktionalität auch im Rahmen der neuen Linux-Strategie zur Verfügung steht, schon bald eingestellt wird.

James Cunnington, IT-Manager bei der Royal National Lifeboat Institution, macht sich besondere Sorgen um den E-Mail-Server Groupwise und plant schon eine Migration. Aber auch bei Novells Netzwerk-OS ist er vorsichtig: „Der Marktanteil von Netware geht seit langer Zeit zurück und wir müssen uns sorgen machen“, so Cunningham. Ein Mitarbeiter des Big Lottery Fund äußerte sich ähnlich.

Der European Vice President von Novell, Steve Brown, wollte sich auch nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen. Der Support für die Produkte werde „sicherlich kurzfristig“ noch weitergeführt. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Groupwise gegenüber Suse Evolution deutlich mehr Funktionen bietet.

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1 Kommentar zu Novells Linux-Strategie verunsichert Kunden

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  • Am 1. Februar 2005 um 11:03 von peter lenzengruber

    Novells Linux Strategie verunsichert kunden
    Sie sollten – wenn sie schon negative interpretationen zu herstellern publik machen – wenigstens richtige nachforschungen anstellen. das nachfolgeprodukt zu NetWare heißt Open ENTERPRISE Server und nicht Open Exchange Server.

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