Telekom weitet Zusammenarbeit mit Post aus

Computer und Handys sollen über DHL verschickt werden

Die Deutsche Telekom hat den Logistikvertrag mit der Deutschen Post ausgeweitet. Die Post-Tochter DHL beliefert künftig Handel und Endkunden mit Produkten wie Mobilfunk- und Festnetzgeräten, Computer oder Telefonkarten.

Der Express- und Logistikspezialist der Post, die DHL, übernehme umfangreiche Dienstleistungen für die Telekom, teilte die Post am Dienstag mit. So werde die DHL für die gesamte Lagerhaltung und Distribution von Produkten der Telekom-Sparten T-Mobile und T-Com in Deutschland verantwortlich sein. Der Vertrag werde zum 1. September wirksam und laufe über fünf Jahre. Ein DHL-Sprecher wollte keine Auskunft über das konkrete Auftragsvolumen geben. Die Post-Aktie notierte am Morgen mit einem leichten Minus von 0,12 Prozent bei 17,03 Euro.

Im Zentrum der Vereinbarung steht das DHL-Distributionszentrum in Euskirchen, das in den kommenden Monaten mit einer modernen Lager- und Kommissionierungstechnik ausgestattet werden soll. Von diesem Zentrallager aus sollen Endkunden, Fachhandel und T-Punkte beliefert werden. Ersatzteile könnten damit etwa über Nacht bundesweit an Techniker ausgeliefert werden.

Die beiden ehemaligen Staatsunternehmen arbeiten bereits in einigen Bereichen zusammen. So hat die Informationstechnik-Tochter der Telekom, T-Systems, mit der Post im vergangenen September die Verlängerung eines Dienstleistervertrages vereinbart und sich damit ein Auftragsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro gesichert. Post-Chef Klaus Zumwinkel ist Aufsichtsratschef bei der Telekom.

Die Post-Tochter DHL hatte 2003 einen Umsatz von rund 22 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist in den Bereichen Express und Logistik tätig. Allein in Deutschland liefert DHL täglich durchschnittlich zwei Millionen Pakete aus.

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