Gartner: Technischer Fortschritt bedroht IT-Jobs

In den Bereichen Administration und Helpdesk soll bis 2024 nur noch die Hälfte der Mitarbeiter tätig sein

Durch die Einführung neuer Technologien könnte innerhalb der nächsten 20 Jahre in einigen Bereichen rund die Hälfte aller IT-Arbeitsplätze wegfallen. Dies prognostizierte Gartner-Analystin Donna Scott während einer Konferenz in Las Vegas. Besonders betroffen von der Rationalisierung seien Mitarbeiter, die mit Administration und Wartung von Hard- und Software betraut sind sowie Helpdesk-Personal.

Derzeit ist rund die Hälfte aller IT-Jobs in diesen Bereichen angesiedelt. Getragen werde diese Entwicklung durch technische Innovationen, die zu einer „Echtzeit-Infrastruktur“ führen. So nennt Gartner seine Vision vom Rechenzentrum der Zukunft, in dem weiterentwickelte Hard- und Software-Systeme Wartungsaufgaben selbst übernehmen und Leistung bedarfsgerecht zur Verfügung stellen können.

Neue Arbeitsplätze sollen in den Bereichen IT-Systemdesign, Entwicklung und Projektmanagement entstehen. Dadurch lasse sich ein Teil der Jobverluste kompensieren. Gartner rät den Unternehmen, ihre besten Mitarbeiter auf solche Tätigkeiten vorzubereiten.

Da künftig weniger Personal benötigt wird, sollen die Kosten für den Betrieb von Rechenzentren laut Gartner deutlich zurückgehen. Auch die Fortschritte bei der Virtualisierung von Ressourcen sollen zur Senkung der Betriebskosten beitragen. „Unternehmen könnten bis zu 40 Prozent weniger Server-Prozessorleistung benötigen, was dramatische Auswirkungen auf den Servermarkt und die Server-Anbieter hätte“, so Scott in ihrer Untersuchung. Die Budgets für Rechenzentren könnten so zwischen 13 und 37 Prozent gesenkt werden. Mit Windows-Umgebungen seien die größten Kosteneinsparungen realisierbar.

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1 Kommentar zu Gartner: Technischer Fortschritt bedroht IT-Jobs

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  • Am 7. Dezember 2004 um 19:48 von Alex

    Aha…
    also, ich habe mir jetzt einen Termin gesetzt auf den 07.12.2024 und diese Meldung im txt-Format archiviert, damit man die in 20 Jahren hoffentlich noch lesen kann. Mal sehen was wird.

    Studien, die die Welt nicht braucht. Oder sollte das das zusammengefasste Ergebnis aller bereits durchgeführten Gartner-Studien sein?

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