Windows-Raubkopien: Microsoft bietet kostenlosen Tausch

Softwarekonzern will so unseriöse Händler zur Rechenschaft ziehen

Im Kampf gegen Softwarepiraterie hat sich Microsoft ein neues Mittel ausgedacht: Käufer, die sich nicht ganz sicher sind, ob es sich bei ihrem Windows um ein Original handelt, konnen dies von dem Unternehmen prüfen lassen und erhalten gegebenenfalls eine korrekt lizenzierte Version. Abgesehen von Porto und Verpackung ist diese völlig kostenfrei.

License Compliance Manager Alex Hilton begründet den Schritt mit der Aussage, dass der Großteil der Piraterie im OEM-Bereich zu finden ist. Einige Beispiele aus Osteuropa oder Fernost hätten eine sehr hohe Qualität.

Besitzer einer nicht lizenzierten Windows-Version müssen laut Hilton nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, die Lieferanten der gefälschten Software hingegen schon. „Unser Ziel ist es nicht, den Einzelnen zu verfolgen, unser Ziel ist es zur Quelle vorzudringen“, so der Manager.

Um eine unlizenzierte Windows-Version zu ersetzen, müssen Anwender die Rechnung einreichen sowie eine Zeugenaussage machen, die über den Händler Auskunft geben muss, der die Software verkauft hat. Das Austauschprogramm beschränkt sich auf vorinstallierte Versionen von Windows XP Home und Professional, die vor dem 1. November gekauft wurden. Pro Anwender werden maximal fünf unrechtmäßige Lizenzen getauscht.

Themenseiten: Microsoft, Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Windows-Raubkopien: Microsoft bietet kostenlosen Tausch

Kommentar hinzufügen
  • Am 25. November 2004 um 11:17 von Luckysteve0011

    Bringt doch eh nix…
    wie wollen die von Microsoft bitte an die Händler der illegalen Kopien kommen, wenn doch wahrscheinlich nur die Kunden die illegalen Exemplare zurückschicken? denn die Händler werden sich bestimmt abgesichert haben

  • Am 25. November 2004 um 18:53 von Besserwisser

    Linux und OpenOffice nehmen, da gibt es solche "Probleme" nicht
    Ich bedauere MS bald, wenn das so weiter geht, werden die noch zwischen Raubkopien und Linux aufgerieben – und der "arme" Steve Balmer muss sich immer mehr aufregen…

    • Am 1. Dezember 2004 um 21:28 von Win98-Fan

      AW: Linux und OpenOffice nehmen, da gibt es solche "Probleme" nicht
      Da müsste Linux erst einmal anwenderfreundlicher werden. Dazu ist es aber noch ein seeeehr weiter Schritt !!!!

  • Am 26. November 2004 um 10:57 von misstrauischer

    Warum sollte da jemand mitmachen?
    Warum sollte sich jemand die ganzen Umstände aufladen? …wenn man dem Teufel den kleinen Finger gibt….
    Nach allem was man über US-Justiz kennt kann das schwer ins Auge gehen. Da findet sich schnell ein Unschuldiger in auswegloser Situation. Und vor allem, was bringt es dem Dummen, der sich meldet? Sein System funktioniert doch!

  • Am 7. Dezember 2004 um 16:00 von Hurricane

    Aha… anfixen und dann legalisieren…?
    Interessant… nur wer kauft denn windows? Vor allem wenn es ein fake ist? Die die zu dumm sind linux oder mindestens den donkey zu bedienen, und trotzdem geld sparen wollen?

    Naja arm genug dass m$ inoffiziell selber windows-versionen in den donkey stellt um leute anzufixen… Und jetzt um den coup perfekt zu machen wird das ganze legalisiert, damit sie fein updates auf long(boot|beta|alpha)horn kaufen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *