Microsoft-Kritiker soll zehn Millionen Dollar erhalten haben

Zahlungen flossen, damit Anschuldigungen zurückgezogen werden

Der US-Branchenverband „Computer & Communications Industry Association“ gehört seit geraumer Zeit zu den schärfsten Kritikern von Microsoft und ist auch in den zahlreichen Prozessen der Redmonder regelmäßig auf der Klägerliste. Von der kürzlich erzielten 19,75-Millionen-Dollar-Einigung mit Microsoft soll nach einem Bericht der Financial Times vor allem eine Person besonders profitiert haben: CCIA-CEO Ed Black.

Die Financial Times hatte nach eigenen Angaben Einblick in Dokumente, die zeigen, dass Ed Black rund die Hälfte der von Microsoft gezahlten Summe erhalten hat. Das Board der CCIA habe die Zahlung abgesegnet, berichtet das Blatt weiter.

Ein Microsoft-Sprecher sagte gegenüber Silicon.com/ZDNet, dass man zwar die Gesamtsumme an die CCIA gezahlt habe, auf die weitere Verteilung des Geldes aber keinen Einfluss gehabt hat. Die CCIA wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Gegen Zahlung von 19,75 Millionen Dollar hat sich Microsoft kürzlich mit der CCIA darauf geeinigt, dass der Verband seine Anschuldigungen und sich vom Kartellrechtsprozess der EU zurückzieht.

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5 Kommentare zu Microsoft-Kritiker soll zehn Millionen Dollar erhalten haben

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  • Am 24. November 2004 um 23:38 von Gustav Grewe

    Vom Monopolisten zum Mafiosi?
    Vom Monopolisten zur Mafia-Gang ist es bei Microsoft in meinen Augen nur noch ein kleiner Schritt. Die regelmäßigen Zahlungen von Microsoft an Kläger erinnert eher an Schmiergeldzahlungen denn an Wiedergutmachungen.
    Wie im richtigen Gangsterleben interessiert sich dafür niemand und erhebt seine Stimme gegen die erkennbare Unsitte, mit Dollars hinter dem Rücken der Justiz die Verfehlungen zuzudecken.
    Das stimmt nachdenklich.

    • Am 26. November 2004 um 11:09 von paternoster

      Sag ich doch schon lange: M$ agiert zunehmend wie Mafia
      Sag ich doch schon lange: M$ agiert schon länger zunehmend wie eine mafiöse Vereinigung: Einschüchterung, Erpressung, Kaufen der Konkurenz, Justiz zurechtbiegen, Zeugen kaufen, Konsumenten "anfixen", Monopol anstreben und verteidigen, etc.

    • Am 7. Dezember 2004 um 15:48 von Hurricane

      Macht das die medienindustrie anders?
      Also die machen das genau so. Denken wohl dann hätten sie auch bald so viele milliarden…

      (falsch gedacht. denn wir sorgen – so lange ihr so weitermacht – für euren untergang, mi. ;P)

  • Am 24. November 2004 um 23:38 von Gustav Grewe

    Vom Monopolisten zum Mafiosi?
    Vom Monopolisten zur Mafia-Gang ist es bei Microsoft in meinen Augen nur noch ein kleiner Schritt. Die regelmäßigen Zahlungen von Microsoft an Kläger erinnert eher an Schmiergeldzahlungen denn an Wiedergutmachungen.
    Wie im richtigen Gangsterleben interessiert sich dafür niemand und erhebt seine Stimme gegen die erkennbare Unsitte, mit Dollars hinter dem Rücken der Justiz die Verfehlungen zuzudecken.
    Das stimmt nachdenklich.

  • Am 7. Dezember 2004 um 15:36 von Navid Zamani

    Wieder mal typisch Manager!
    Wer hat denn an sowas gezweifelt? ;P

    Ich meine ein manager ist per definition jemand dem es nur um die maximierung des geldes geht (seines eigenen).
    Wenn ihn da dinge wie moral und gewissen zurückhalten würden wäre er nicht lange für die firma tragbar und er würde gekündigt werden.
    Also…

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