Barebone-PCs im Preisduell

Nicht zuletzt durch die geringen Abmessungen sind elegante Barebone-PCs in den letzten Jahren beliebt geworden. Der Preisradar vergleicht ein Einsteiger- und ein High-end-Modell.


PC-Systeme müssen heute Platz sparen. Das merkt man schon an der steigenden Zahl von Anwendern, die Notebooks mit Desktop-Komponenten statt des Desktops einsetzen – einfach, weil sie sich ins Regal stellen lassen und leicht zu transportieren sind. Günstiger und leistungsstärker ist man mit einem Mini-PC von Shuttle, Elitegroup oder MSI bedient, die als Barebone-PC verkauft werden.

Barebone-Systeme wie die zum Preisduell angetretenen Shuttle XPC SB77G5 und Elitegroup EZ-Buddie beinhalten typischerweise Gehäuse und Mainboard. Sämtliche Komponenten, vom Prozessor über die Festplatte bis zum optischen Laufwerk muss der Anwender selbst zusätzlich erwerben und einbauen, was durch bebilderte Anleitungen problemlos ist. Wer sich diese Arbeit nicht zutraut, kann auf der Basis des Barebones ausgestattete Komplettsysteme bei manchen Händlern erwerben.

Ein großer Unterschied zwischen den Geräten von Elitegroup und Shuttle zeigt sich schon auf den ersten Blick – die EZ-Buddy-Serie besitzt an der Frontseite eine Anzeige und Bedientasten, die die Rechner auch ohne Booten des Betriebssystems als Audio-Player einsetzbar macht. Optional gibt es für den noch nicht lieferbaren EZ-Buddy2 im Design angepasste Boxen, die ihn eher einer Hifi-Anlage als einem PC ähnlich machen. Auch passende 5.1-Boxen sind verfügbar, lassen sich aber nur unter Windows nutzen. Sowohl der EZ-Buddy2 als auch die Vorgänger-Serie ist mit dem nicht mehr ganz neuen, aber erprobten 865G-Chipsatz ausgestattet und kann Pentium-4-Prozessoren bis 3,06 GHz aufnehmen. Eine Grafikkarte ist nicht erforderlich; die eingebaute Intel Extreme Graphics genügt für die meisten Anforderungen, von 3D-Spielen einmal abgesehen.

Der nüchternere (aber ebenfalls durch Optionen anpassbare) Shuttle XPC ist als Spiele-Maschine konzipiert, die man wegen der geringen Abmessungen auch schnell einmal zu einem Freund oder zu einer Party mitnehmen kann, um dort gegeneinander Radsport-Manager 2003-2004 oder andere, eventuell gewalttätigere Spiele zu spielen. Sein Mainboard besitzt einen Intel 875P-Chipsatz mit dem neuesten Intel-Sockel 775, und kann P4-Prozessoren bis derzeit 3,8 GHz aufnehmen. Onboard-Grafik gibt es keine, stattdessen steht ein AGP-Slot für leistungsstarke Grafikkarten zur Verfügung. ZDNet hat den Barebone kürzlich getestet.

Der Preis ist entsprechend der eingesetzten Technologie (aktuell bei Shuttle, nicht mehr ganz so im Elitegroup-System) stark unterschiedlich. Den EZ-Buddy EZ-Buddie D2S4 bekommt man bei norskit.de für 114,83 Euro, der Shuttle SB77G5 kostet bei mix-computer.de 318,06 Euro. Dieser Vergleich wäre jedoch nicht fair – auch Shuttle bietet deutlich billigere Modelle mit 865G-Chipsatz an. Der High-end-Barebone SB77G5 zeigt vielmehr, was mit einem kleinen Würfel alles möglich ist – und da sind 200 Euro Preisunterschied für anspruchsvolle User gut angelegtes Geld, zumal Shuttle eine umfangreiche Zubehörserie mit Card-Readern, Tragetaschen, farbigen Abdeckungen und farblich passenden Laufwerken anbietet.

Die genannten Preise wurden am 22. November 2004 mit Hilfe mehrerer Preissuchmaschinen ermittelt. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer, aber exklusive Versandkosten.

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Barebones im Preisduell
Barebone Shuttle XPC SB77G5 Elitegroup EZ-Buddy D2S4
Bild
Chipsatz Intel 875P Intel 865G
Grafik keine; AGP 8x Onboard; alternativ AGP 4x
Als Offline-Player nutzbar nein ja
Frontanschlüsse Mikro, Kopfhörer, Firewire, 2x USB; Cardreader optional 6-in-1-Cardreader, Mikro, Kopfhörer, 2x USB
Günstigster gefundener Straßenpreis 318,06 Euro 114,83 Euro
Anbieter mix-computer.de norskit.de
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